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IFOY-Award: Das sind die Finalisten 2016

Bei der Wahl zum Gabelstapler des Jahres 2016 hat die Jury 13 Stapler, Lagertechnikgeräte und Intralogistiklösungen von sechs Herstellern für die Finalrunde nominiert.
Bei der Gabelstaplerauszeichnung IFOY-Award werden jedes Jahr die innovativsten Flurförderzeuge und Intralogistik-Lösungen ausgezeichnet. | Foto: Crown
Bei der Gabelstaplerauszeichnung IFOY-Award werden jedes Jahr die innovativsten Flurförderzeuge und Intralogistik-Lösungen ausgezeichnet. | Foto: Crown
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Tobias Schweikl

Die Wahl zum International Forklift Truck of the Year 2016 (IFOY) geht in die entscheidende Runde. Nun hat der Veranstalter die Finalisten bekannt gegeben. Aus allen Bewerbungen wurden 13 Fahrzeuge und Lösungen der Marken BYD, Crown, Jungheinrich, SSI Schäfer, Still und Toyota Material Handling für die Endrunde aufgestellt. Insgesamt hätten sich in diesem Jahr 16 Unternehmen für eine Bewerbung interessiert, so Anita Würmser, Vorsitzende der IFOY-Jury.
In der Kategorie „Counter Balanced Truck“ (Gegengewichtsstapler) spricht die Jury insgesamt drei Nominierungen aus. Erstmals hat es ein Fahrzeug aus chinesischer Produktion ins Finale geschafft. Der im Dezember 2015 neu eingeführte Dreirad-Elektrogabelstapler „ECB18C“ von BYD mit einer Tragkraft von 1,8 Tonnen verfügt über einen wartungsfreien Eisen-Phosphat-Akku. Das 80-Volt-Gerät soll ohne Batteriewechsel auskommen, weil es sich ohne Memory-Effekt auch in Arbeitspausen zwischenladen lässt.
Der zweite Nominierte dieser Kategorie ist der Vierrad-LPG-Gegengewichtstapler „Crown C-5“ mit drei Tonnen Tragkraft. Der Treibgas-Stapler, der seit Juni 2015 erhältlich ist, zeichnet sich durch einen Motor aus Eigenfertigung, einen robusten Antriebsstrang sowie die separate Kühlung für Motor und Getriebe aus.
Die dritte Nominierung geht an den „Traigo 48“ von Toyota Material Handling. Der Gabelstapler mit 48-Volt-Lithium-Ionen-Akku wurde im Oktober 2015 vorgestellt. Er hebt 1,6 Tonnen bis zu 7,5 Meter hoch und verfügt eine neue elektronische Servolenkung, die besonders wendig sein soll. Auch er soll dank Zwischenladung ohne Batteriewechsel auskommen. [pagebreak]
Insgesamt fünf Nominierungen spricht die Jury in der Kategorie „Warehouse Trucks“ (Lagertechnikgeräte) aus, drei in der Kategorie „Highlifters“ und zwei bei den „Lowlifters“. Jungheinrich steht mit dem komplett neu entwickelten Elektro-Kommissionier-/Dreiseitenstapler „EKX 516“ bei den "Highlifters" im Finale der Intralogistik-Oscars. Leichtbauweise mit Schwingungsdämpfung, die neueste Synchron-Motoren-Technologie und Top-Leistungsdaten zeichnen den Man-up-Schmalgangstapler aus: Er hebt 1,6 Tonnen auf 17,5 Meter Höhe, erreicht eine Hubgeschwindigkeit von 0,6 m/s und er soll 30 Prozent höhere Fahrgeschwindigkeiten erreichen. Darüber hinaus verspricht der Hersteller in einer extra Garantie, dass mit einer Batterieladung zwei Schichten gearbeitet werden könne. Das soll dem Betreiber 7.000 Euro pro Jahr sparen.
Konkurrent Still gewinnt mit dem Hochhubwagen „EXV-SF16i“ eine weitere Nominierung. Er erreicht 10 km/h, kann sowohl im Mitgeh- als auch im Mitfahrbetrieb eingesetzt werden und schafft laut Hersteller eine um 25 Prozent höhere Umschlagleistung als das Vorgängermodell „EGV-S“. Die pneumatisch gefederte Standplattform mit höhenverstellbaren Seitenbügeln und die patentierte Tragfähigkeitsanzeige sind neu. Zudem passt er automatisch die Geschwindigkeit in Kurven und abhängig von der Hubhöhe an.
Nominierung Nummer drei geht an den „BT Staxio SPE 140L“ von Toyota Material Handling. Der kompakte und äußerst wendige Elektro-Hochhubwagen mit Plattform und Initialhub fährt bis zu 10 km/h schnell und erreicht 5,40 Meter Hubhöhe, in der Serie sind bis zu sechs Meter möglich. Eine automatische Geschwindigkeitsreduzierung bei Kurvenfahrten schützt den Fahrer. Dank Lithium-Ionen-Batterietechnologie sind Batteriewechsel nicht mehr erforderlich.
In der Kategorie Warehouse Truck „Lowlifters“ spricht die Jury Nominierungen für Crown und Jungheinrich aus. Der erst im Oktober 2015 eingeführte „Crown RT 4020“ Gabelhubwagen mit Fahrerstand trägt zwei Tonnen. Seine Spitzengeschwindigkeit liegt bei 12,5 km/h. Durch eine Chassisbreite von nur 780 Millimeter lässt er sich leicht in engen Umgebungen manövrieren, wie etwa beim Be- und Entladen von Lkw.
Eine weitere Nominierung holt sich die weiterentwickelte Jungheinrich Routenzug-Lösung „EZS 5100“ mit GTE-Anhängern, die im Februar vergangenen Jahres vorgestellt wurde. Der EZS 5100 ist mit zehn Tonnen Zuglast ein Hochleistungsschlepper mit elektrohydraulischem Auto-Hub im Anhänger. [pagebreak]
Die erste Nominierung in der neuen Kategorie „Special Vehicle“ (Spezialfahrzeuge) geht an den Jungheinrich „EJQ 325“. Die Deutschen Bahn in Dortmund stellte eine besondere Aufgabe an die Ingenieure des Jungheinrich-Sonderbaus: Die Entwicklung und Realisierung eines Geräts zum Wechsel der IC/ICE-Radsätze. Präzise Lastaufnahme und Vereinzelung der ICE-Radsätze sowie des Radsatzwechslers mit einem Gewicht von je 2,5 Tonnen über einen Hub von 550 Millimeter lautete die Aufgabe. Die besondere Herausforderung lag in der Längs- und Querfahrt mit einer 2,4 Meter langen Last in einem nur 2,9 Meter breiten Arbeitsgang.
Eine weitere Nominierung holt sich Still für den Horizontalkommissionierer „CX-S 16“. Das Seriengerät ist zusätzlich mit einer Vakuumpumpe, einem Kranausleger und Schlauchheber von Schmalz ausgestattet, um Lasten mit einem Gewicht von bis zu 40 Kilogramm zu bewegen. Mittels Scherenhub werden zwei Paletten auf eine ergonomische Höhe bis zu 785 Millimeter gehoben. Mit dem Ansaugwerkzeug kann eine Person sperrige Produkte oder schwere Artikel wie Kartons, Säcke, Eimer, Fässer oder Kleinladungsträger kommissionieren, umschlagen oder palettieren.
In der Kategorie „Intralogistische Systemlösungen“ konnten sich in diesem Jahr Konzepte von Crown, SSI Schäfer und Still für die Endrunde qualifizieren. Crown tritt mit einer QuickPick Remote-Lösung für die niederländische Supermarktkette Jumbo Supermarkten an. In deren Vertriebszentrum Veghel werden pro Woche rund 1,4 Millionen haltbare Lebensmittel kommissioniert und an 171 Standorte verschickt. Tests hatten gezeigt, dass mit fahrerlosen Transportsystemen zu geringe Effizienzgewinne erzielt werden können. Daraufhin konzipierte Crown eine halbautomatische Lösung auf der Basis von „GPC 3000“-Kommissionierern mit dem bereits IFOY-prämierten „QuickPick Remote“.
SSI Schäfer gewinnt eine Nominierung für die innerbetriebliche Flottenlösung mit fahrerlosen Transportsystemen (FTS) vom Typ „Weasel“ bei der NextLevel Logistik GmbH. Der Weasel transportiert Behälter, Kartons, Tablare oder weitere Produkte bis 35 kg zwischen dem Wareneingang, den Arbeitsplätzen, dem Warenausgang und der Abfallentsorgung. Es wurde ein innerbetriebliches Transportsystem geschaffen, das im Gegensatz zu herkömmlichen FTS ohne aufwendige Sensorik oder komplexe Steuersysteme auskommt. Innerhalb von nur drei Tagen war die komplette Hard- und Software für das System installiert und in Betrieb genommen.
Bei der nominierten Lösung von Still realisierte der Hamburger Intralogistiker flächenoptimiert ein neues 18 Meter hohes Kanallager mit vier „PalletShuttles“ und zwei Kommissionierstaplern vom Typ „MX-X“ im Hochregallager. Außenläger wurden aufgelöst und die gesamte Logistik zentralisiert. Mit dem bereits IFOY-prämierten „iGoEasy“-System, einer Kombination aus automatisiertem Hochhubwagen vom Typ „EGV-S“ und einem iPad als Konfigurations- und Steuerungseinheit, wurden ständig wiederkehrende Transporte zur Produktionsentsorgung und Pufferbereitstellung flexibel gestaltet. [pagebreak]
Welche Fahrzeuge und Solution das Rennen beim IFOY Award 2016 machen, wird von den Ergebnissen des IFOY-Tests und des IFOY-Innovation-Checks abhängen, dem sich im Februar alle nominierten Fahrzeuge eine Woche lang auf dem Gelände des IFOY-Partners CeMAT in Hannover unterziehen müssen.
Der IFOY-Test misst die harten Fakten und vergleicht sie mit den Wettbewerbsgeräten. Der IFOY-Innovation-Check, der von Spezialisten des Dortmunder Fraunhofer-Institutes für Materialfluss und Logistik (IML) und des Lehrstuhls für Maschinenelemente und Technische Logistik der Helmut Schmidt Universität in Hamburg erstellt wird, konzentriert sich ausschließlich auf die Innovationen und deren Einordnung im Marktvergleich. Darüber hinaus fahren und testen die Juroren anlässlich der IFOY-Testwoche alle nominierten Geräte selbst.
Gewählt wird der Gewinner jeder Kategorie von einer Jury, der 25 renommierte Fachjournalisten und die führenden Logistikmedien in 16 Ländern rund um den Globus angehören. Vergeben wird der IFOY anlässlich der Eröffnungsfeier der Intralogistik-Messe CeMAT am 31. Mai in Hannover.

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