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Image der Logistik: Jens Thiermann wird Transportbotschafter

Nach 23 Jahren Geschäftsführung widmet sich der Timocom-Gründer ganz dem Image von Logistik und Transport.

Jens Thiermann, Gründer der Frachtbörse Timocom, und sein umgebaute Truck gehen auf Tour. | Foto: 3fkommunikation
Jens Thiermann, Gründer der Frachtbörse Timocom, und sein umgebaute Truck gehen auf Tour. | Foto: 3fkommunikation
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Julian Kral
(erschienen bei LOGISTIK HEUTE von Melanie Endres)

Der Erkrather IT-Unternehmer und Gründer der Frachtenbörse Timocom (heute: Smart Logistics System), Jens Thiermann (59), hat sich nach 23 Jahren aus der operativen Geschäftsführung seines Unternehmens zurückgezogen, um sich neuen Aufgaben zu widmen. Das verkündete der von Thiermann gegründete Verein „Die Transportbotschafter e.V.“ am 20. August. Zweck des Vereins ist es nach Eigenangaben, mit öffentlichkeitswirksamen Themen und Events auf die Belange der Transport- und Logistikbranche in Deutschland aufmerksam zu machen und „dem Unverständnis zu begegnen, das der Branche und ihren Beschäftigten auf der Straße noch immer entgegenschlägt“, Thiermann: „Wir wollen Botschaften transportieren, die bei jedem ankommen.“

Eine Herzensangelegenheit

„Es ist Zeit, der Branche etwas zurückzugeben“, sagt Thiermann, der die Geschäfte bereits im April vollständig an seinen ältesten Sohn Tim (30) und an Sebastian Lehnen (36), bislang Mitglied des Executive Board, übergeben hatte. Die kommenden Jahre will sich Thiermann laut Pressemitteilung einem Projekt verschrieben, das ihm schon immer „Herzensangelegenheit“ war: das gesellschaftliche Ansehen einer Branche zu fördern, die dem gelernten Speditionskaufmann ermöglich hat, zu einem der erfolgreichsten IT-Unternehmer in Deutschland aufzusteigen.

Frei und unabhängig von politischen Interessen

Vehikel für die zentrale Transportbotschaft des Vereins – „Everybody needs Logistics“ – sei ein neuer „Freightliner Cascadia“, den Daimler Trucks in Colorado Springs für den US-Markt produziert. Aus Atlanta über Bremerhaven nach Deutschland importiert, und für die Zulassung in Europa umgebaut, präsentiert sich der Truck als rollendes TV- und Podcasting-Studio, in dem Interviews und Momentaufnahmen aus dem Alltag der Transport- und Logistikwirtschaft produziert werden sollen. Auch auf Berufsmessen und Sportereignissen soll der Freightliner zum Einsatz kommen und zur Bühne für die Branche werden. „Es ist mir wichtig, dass wir unsere Rolle als Transportbotschafter vollkommen unabhängig und frei von politischen Interessen wahrnehmen können“, betont Thiermann, der den Verein als Vorstand führt.

Erster öffentlicher Auftritt für den Showtruck ist laut Pressemeldung der Start der kommenden Eishockeysaison am 1. September bei der Düsseldorfer EG. Geplant sei, die Aktionen der Transportbotschafter auf ganz Europa auszudehnen.

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