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International Cargo Bike Festival: Online Meet-Up jetzt zum Download

ICBF-Veranstalter launchen Web-Programm, um die Branche trotz der Pandemie zu vernetzen. Zugleich startet die neue niederländische Marke Cargo Cycling, die ihre Premiere auf dem Festival feiern wollte.

Verschoben, aber nicht aufgehoben: Die Veranstalter verlegen die Aktivitäten einstweilen ins Internet und starten mit einem Meet-up. | Foto: ICBF
Verschoben, aber nicht aufgehoben: Die Veranstalter verlegen die Aktivitäten einstweilen ins Internet und starten mit einem Meet-up. | Foto: ICBF
Johannes Reichel

Nach der Pandemie-bedingten Absage des International Cargo Bike Festival in Nijmegen, das vom 24.-26. April hätte stattfinden sollen, hat der Veranstalter mit einem Meet-up den Auftakt zu einer Reihe von Online-Präsentationen und Konferenzen gegeben. Die gut einstündige Veranstaltung, die live zu verfolgen war und jetzt auch als Video zur Verfügung steht, fasst die wesentlichen Entwicklungen auf dem Feld der Lastenrad-Logistik zusammen und will einen ersten Impuls geben, damit Professionals aus der Branche trotz der Pandemie in Kontakt bleiben können. In einem Impuls-Vortrag setzte Prof. Dr. Heleen de Coninck von der Technischen Universität Eindhoven den Rahmen im Kontext der globalen Klima-Krise und verwies auf die Notwendigkeit, die Transformation zu nachhaltiger Mobilität zu schaffen. Vincent Bensink, Graduate student an der Amsterdam University of Applied Sciences (AUAS) gab einen Überblick über das Konzept von Service Logistic Hubs und deren Potenzial. Susanne Balm, Project Leader, Sustainable Logistics an der Amsterdam University of Applied Sciences wiederum informierte über die Ergebnisse einer Befragung, was Praktiker von einem solchen Hub für Service Logistics erwarten würden.

Für die Organisatoren Jost Sluijsmans und Tom Parr ist klar, nicht nur nach, sondern auch während der Krise sind Cargobikes gefragter denn je. Sie riefen sogar die "Decade of the cargo bike" aus und prognostizieren starke Zuwächse in einer veränderten urbanen Mobilitätssituation nach der Pandemie. Mit der Online-Veranstaltung veröffentlichten die Organisatoren auch das für das Festival geplante Magazin, das Interessierte auch im Web abrufen können.
 

Zugleich launchte die neue niederländische Marke Cargo Cycling ihr neues Portfolio an gewerblich orientierten Lastenrädern, die eigentlich auf dem Festival Premiere feiern sollten. Die E-Cargobikes sind modular aufgebaut und lassen sich an den jeweiligen Zweck anpassen. Die Modelle greifen das traditionelle niederländische "Backfiets"-Design mit großen Frontboxen und Drehgelenk in der Mitte wieder auf und interpretieren es neu und in diversen, sämtlich elektrisch unterstützten Varianten. Deren Ladevolumen reicht von 120 Liter beim Einstiegsmodell für Postdienste bis 2.500 Liter in einer Gespannversion des Trikes, das zwei Dreiradmodule kombiniert.  

Auch der neue Award "International Cargobike of the Year", den der HUSS-VERLAG mit seinem Magazin LOGISTRA als Träger im vergangenen Jahr gelauncht hatte, sollte ursprünglich auf dem Festival verliehen werden. Die Bewerbungsfrist läuft unabhängig vom Veranstaltungstermin weiter, den die Organisatoren später im Jahr bekannt geben wollen, je nachdem, wie sich die Situation im Kontext der Corona-Pandemie weiter entwickelt.

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