International Van of the Year 2021: Virtuelle Übergabe an Groupe PSA

Teils digital versammelten sich die Juroren des europäischen Preises für den besten Transporter, um den Award an PSA und deren LCV-Vize-Präsidenten Xavier Peugeot zu übergeben. Der berichtet von unerwartet hoher Kundenresonanz und kündigt weitere Elektomodelle an.

Wem Ehre gebührt: Bei einer teildigitalen Verleihung im R&D-Center von PSA nahm LCV-Vize-Präsident Xavier Peugeot von Jury-Mitglied Richard Pizzol die Trophy entgegen. Auch das deutsche Trägermedium LOGISTRA und Test&Technik-Ressortleiter und Juror Johannes Reichel war bei der Präsentation virtuell dabei. | Foto: Screenshot
Wem Ehre gebührt: Bei einer teildigitalen Verleihung im R&D-Center von PSA nahm LCV-Vize-Präsident Xavier Peugeot von Jury-Mitglied Richard Pizzol die Trophy entgegen. Auch das deutsche Trägermedium LOGISTRA und Test&Technik-Ressortleiter und Juror Johannes Reichel war bei der Präsentation virtuell dabei. | Foto: Screenshot
Johannes Reichel

Bei einer teildigitalen Preisverleihung zum renommierten "International Van of the Year" für den vollelektrischen PSA 3,0-Tonnen-Kompakt-Transporter im Forschungs & Entwicklungszentrum der PSA Gruppe in Velizy nahe Paris, hat der Senior Vice-President Light Commercial Vehicles Business Xavier Peugeot den Erfolg der Elektrifizierung des Portfolios unterstrichen. Die Erwartungen an die Verkäufe der vollelektrischen E-Vans Peugeot e-Expert, Citroën e-Dispatch/ë-Jumpy, Opel & Vauxhall Vivaro-e im Medium-Segment seinen um mehr als das doppelte übertroffen worden. Man habe mit fünf Prozent Anteil an der Baureihe gerechnet, nun seien es bereits mehr als zehn Prozent. Und das, obwohl das Fahrzeug als gewerbliche Variante erst seit ein paar Monaten auf dem Markt sei.

Der E-Van komme sehr gut bei den Kunden an, sie stellten deutlich schneller auf E-Flotten um, als man erwartet habe. Das geschehe vor dem Hintergrund zunehmender Restriktionen in den Städten zur Reduktion der Luftverschmutzung und andererseits einem anhaltenden E-Commerce-Boom mit all den Anforderungen an Lieferdienste in den Zentren der Städte. Der Anspruch dabei sei, dass die Kunden keine Abstriche bei Funktionalität und Performance machen müssten und auch sonst den E-Van wie einen konventionellen Transporter nutzen könnten, so der LCV-Leiter.

"Wir wissen, dass 44 Prozent unserer Kunden im Medium-Van-Segment nie mehr als 300 Kilometer am Tag fahren und dass 83 Prozent von ihnen weniger als 200 Kilometer absolvieren. Für die Hälfte unserer Kunden sind batterieelektrische Fahrzeuge höchst kompatibel zu ihrer Anwendung und auch ihren Lademöglichkeiten", erklärte Peugeot.

Doch nicht zuletzt sei der Kompakt-E-Van sogar ein kommerzieller Erfolg für das Unternehmen, freute sich Peugeot. Er nahm den Preis vom französischen Jury-Mitglied Richard Pizzol entgegen und sieht diesen auch als Symbol für die Richtigkeit der Entscheidung, auf Elektrifizierung bei den Nutzfahrzeugen zu setzen. Peugeot kündigte in Form des Peugeot e-Partner, Citroën e-Berlingo, Opel Combo-e and Vauxhall Combo-e weitere Elektro-Modelle an, die bereits vorgestellt wurden und im Laufe des Sommers auf den Markt kommen sollen.

Der richtige Van zur richtigen Zeit

Von einer virtuellen Bühne aus kommentierte Jarlath Sweeney, Chairman des IVOTY, das elektrische Quartett des PSA-Konzerns gebe der Elektromobilität in gewerblichen Anwendungen einen starken Schub und helfe, emissionsfreie Transportlösungen zu skalieren. Das Package aus einem Zwei-Akku-Konzept, einem kräftigen Motor, einem leisen Antrieb und einem konsequenten DC-Schnelllader als Standard habe die Juroren überzeugt.

"Wir glauben, das PSA mit dem richtigen Angebot zur richtigen Zeit kommt", erklärte der irische Jury-Vorsitzende.

Er fügte an, dass man die 30. Ausgabe des jährlich von 25 Fachjournalisten aus ganz Europa vergebenen Preises für die beste Neuerscheinung bei den leichten Nutzfahrzeugen dem im vergangenen Herbst überraschend verstorbenen, schwedischen Jury-Mitglied Anders Karlsson gewidmet habe.

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