Iveco: Amazon übernimmt 1.064 S-WAY mit CNG-Antrieb

Für das Europageschäft steigt der Online-Großhändler in die CNG-Flotte als Brückentechnologie ein und will seinem Nachhaltigkeitsanspruch gerecht werden.

Amazon gibt Gas in Sachen Nachhaltigkeit und hat eine Großbestellung bei Iveco beauftragt, für 1.064 CNG-Trucks. | Foto: Iveco
Amazon gibt Gas in Sachen Nachhaltigkeit und hat eine Großbestellung bei Iveco beauftragt, für 1.064 CNG-Trucks. | Foto: Iveco
Johannes Reichel

Der US-Online-Großhändler Amazon hat ingsesamt 1.064 Sattelzugmaschinen vom Typ Iveco S-Way CNG bestellt und bereits die ersten 216 Fahrzeuge übernommen, die von Partnern in ganz Europa betrieben werden. Weitere 848 Einheiten werden ab Mitte 2022 ausgeliefert. Für Vortrieb in den Modellen sorgt Cursor 13 Natural Gas-Motoren von FPT Industrial. Zudem sind die größten verfügbaren 1.052-Liter-CNG-Tanks verbaut, die eine Reichweite von bis zu 620 Kilometern zwischen den Tankvorgängen ermöglichen. Die Fahrzeuge, die im Jahr 2022 zur Auslieferung kommen, sind mit dem Driver Pal ausgestattet, dem sprachgesteuerten Fahrerbegleiter mit Amazon Alexa-Funktionen.

„Wir leisten seit 25 Jahren Pionierarbeit in der Gasantriebstechnologie und entwickeln Lösungen, die es den Betreibern ermöglichen, ihre Emissionen schon jetzt erheblich zu senken. Die Zusammenarbeit mit weltweit führenden Unternehmen wie Amazon ist ein Beweis für die Zuverlässigkeit unserer innovativen Produkte und unser Engagement, das Dekarbonisierungsziel des Straßengüterverkehr bis 2050 zu erreichen", erklärte Gerrit Marx, designierter Chief Executive Officer der Iveco Group.

Die Iveco Group spiele auch künftig bei Verbrennungsmotoren, die sich mit erneuerbaren Kraftstoffen betreiben lassen, eine Vorreiterrolle. Das sei die einzige praktikable Lösung, die bereits in großem Maßstab auf dem Markt verfügbar ist, um Emissionen zu reduzieren. Zumal ein mit Biomethan betriebener CNG-Lkw die CO2-Emissionen bei einer Well-to-Wheel-Betrachtung um bis zu 95 Prozent im Vergleich zum Diesel senken könne und somit effektiv zur Dekarbonisierung beitrage, wie Marx weiter argumentiert.

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