Iveco: Nikola Tre im Vergleich mit Batterietrucks auf dem eWayBW

Der Brennstoffzellen-Truck soll auf dem sogenannten eWay in Baden-Württemberg eingesetzt und direkt mit batteriebetriebenen- und Oberleitungs-Lkw verglichen werden.

Ab 2023 soll ein seriennaher Nikola Tre im Murgtal unter realen Bedingungen getestet werden. | Foto: Nikola Motors
Ab 2023 soll ein seriennaher Nikola Tre im Murgtal unter realen Bedingungen getestet werden. | Foto: Nikola Motors
Johannes Reichel
(erschienen bei VISION mobility von Gregor Soller)

Nikola scheint nach jüngsten Turbulenzen um die junge Marke wieder in ruhigeres Fahrwasser zu kommen und die Brennstoffzellen-Lkw wie geplant weiterzuentwickeln. Der Test-Lkw basiert auf dem S-Way, kann aber wahlweise mit einer Brennstoffzelle oder Batterie ausgestattet werden. Der Brennstoffzellen-Lkw soll im Rahmen einer dreijährigen Testphase, die von 2021 bis 2024 läuft, auf dem sogenannten "eWay Baden Württemberg" eingesetzt und dort direkt mit batteriebetriebenen- und Oberleitungs-Lkw verglichen werden. Die Teststrecke befindet sich südlich von Karlsruhe, im sogenannten Murgtal. Im Moment wird ein 18 Kilometer langes Teilstück der B462 im Kreis Rastatt zu einer Pilotstrecke für Oberleitungs-Lkw umgebaut. Verantwortlich dafür ist das baden-württembergische Verkehrsministerium.

Der sogenannte "eWay BW" soll im Sommer 2021 in Betrieb gehen, wobei die Test-Lkw mit Hybrid-Systemen (Oberleitung/synthetischer Diesel, bzw. Oberleitung/Batterie) angetrieben werden. Außerdem setzt Daimler seit einiger Zeit auf der Strecke einen Prototyp des eActros im Linienverkehr zwischen Ötigheim und Rastatt ein. Laut Iveco-Chef Gerrit Marx soll der Prototyp mit Brennstoffzellenantrieb ab Anfang oder Mitte 2023 auf die Strecke gehen.

Was bedeutet das?

Wohl ab 2023 können im Murgtal drei verschiedene Antriebe im direkten Vergleich getestet werden, was weltweit einzigartig ist und neue Aufschlüsse zur Wirtschaftlichkeit alternativer Lkw-Antriebe geben dürfte.

 

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