KEP-Branche: Paketboom hält weiter an

Die jüngsten Daten der für die Post zuständigen Bundesnetzagentur zeigen: Der Paketmarkt verzeichnet weiter eine starke Umsatzsteigerung.

Seit Jahren ungebrochen: Der Boom der Paketbranche. (Foto: Packeta)
Seit Jahren ungebrochen: Der Boom der Paketbranche. (Foto: Packeta)
Johannes Reichel
(erschienen bei Transport von Christine Harttmann)

Im Jahr 2020 wurden im Paketbereich insgesamt 15,61 Milliarden Euro erwirtschaftet – inländische und grenzüberscheitende Sendungen zusammengerechnet. Das waren rund 28,23 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. 2019 erwirtschaftete die Branche 12,17 Milliarden Euro. Für das Jahr 2021 wird sogar mit einem weiteren Umsatzplus von rund 13 Prozent auf knapp 17,67 Milliarden Euro gerechnet.

Das geht aus einer Unterrichtung der Bundesregierung durch die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen hervor. Laut der Unterrichtung wurden im Jahr 2020 insgesamt 3,70 Milliarden Pakete verschickt. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Anstieg um 20,89 Prozent. Die Sendungsmenge lag im Jahr 2019 bei 3,06 Milliarden Stück.

Seit dem Jahr 2018 fragt die Bundesnetzagentur bei den Marktteilnehmern separat die Mengen und Umsätze grenzüberschreitender Paketsendungen ab. Im Jahr 2020 erwirtschafteten die Unternehmen demnach 80 Prozent mit inländischen Sendungen, der Grenzüberschreitende Versand hatte einen Anteil von 20 Prozent am Gesamtumsatz. Die meisten dieser Sendungen gingen von Deutschland aus ins Ausland – 17 Prozent insgesamt. Drei Prozent der Umsätze wurden mit aus dem Ausland kommenden Sendungen erwirtschaftet.

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die inländischen Paketumsätze im Jahr 2020 um rund 32,62 Prozent von 9,4 Milliarden Euro auf 12,4 Milliarden Euro. Für das Jahr 2021 ist mit einem weiteren Anstieg um rund 14,54 Prozent auf 14,2 Milliarden Euro zu rechnen. Die grenzüberschreitenden Paketumsätze sind im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um rund 13,47 Prozent von 2,8 Milliarden Euro auf 3,2 Milliarden Euro gestiegen. Für das Jahr 2021 wurde ein weiterer Anstieg um rund 7,91 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro gemeldet.

 

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