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KEP-Dienste: Nicht nur schnell, sondern Express

Der Schnell-Lieferdienst trans-o-flex will sich zum Expressdienst wandeln. Die Übernahme von TNT durch FedEx habe eine Lücke im Markt geöffnet.
Auf den speziellen Nachtlinien sollen bei trans-o-flex zusätzliche Transporter eingesetzt werden. | Foto: trans-o-flex
Auf den speziellen Nachtlinien sollen bei trans-o-flex zusätzliche Transporter eingesetzt werden. | Foto: trans-o-flex
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Tobias Schweikl

Der Schnell-Lieferdienst trans-o-flex will noch in diesem Jahr zum Expressdienst werden. Durch die Übernahme von TNT durch FedEx sei in der Praxis seit mehr als einem Jahr ein Wettbewerber weggefallen, so das Unternehmen. In diese Lücke wolle man vorstoßen und sich als Expressdienst mit speziellen Branchenlösungen, vor allem für Pharma und Gesundheit, Elektronik und Kosmetik sowie anderen sensiblen Produkten positionieren.
Beginnen will das Unternehmen mit zwei neuen Expressprodukten, die noch April starten sollen: einen 9-Uhr-Dienst und die garantierte Zustellung am nächsten Werktag. Insgesamt habe man dann zehn Expressprodukte im Angebot, so das Unternehmen.
Der KEP-Dienstleister beschränkt sich nicht auf Pakete sondern transportiert auch komplette Sendungen in der Kombination Palette und Paket. Man sei auch weiterhin flächendeckend aktiv im temperaturgeführten Expresstransport im Bereich 15 bis 25 sowie 2 bis 8 Grad Celsius und prüfe zudem zusätzliche internationale Express-Angebote.
Zusätzliches Nachtliniennetz
Operativ ermöglicht werden sollen insbesondere die frühen Zustellungen am nächsten Tag durch ein sternförmig angelegtes zusätzliches Express-Nachtliniennetz, das bereits im April 2016 installiert wurde. Dieser „plus-Stern“ beschleunige den Übernacht-Transport und bilde das Rückgrat der Expressdienste. Es werden dafür auf speziellen Nachtlinien zusätzliche Transporter eingesetzt.
Für den ausgerufenen Wandel vom Schnell- zum Expressdienst soll sich auch das Unternehmen selbst wandeln. Kundenbefragungen hätten ergeben, dass Kriterien wie Laufzeit, Empfängerzufriedenheit und Trackinginformationen ganz oben auf der Wunschliste stehen. „Kunden wollen sich zu 100 Prozent darauf verlassen können, dass eine Sendung garantiert am nächsten Tag ankommt. Und manchmal brauchen sie die Auslieferung bis zu einer bestimmten Uhrzeit. Genau das werden wir ihnen als Expressdienst garantieren“, so trans-o-flex-CEO Wolfgang P. Albeck.
Prozesse ändern
Einen Schwerpunkt in der Prozessverbesserung will Albeck im direkten Kundenkontakt legen. Er will Kundenprozesse beschleunigen und Fehlerquellen beseitigen. Dazu zähle auch, „Bürokratie abbauen, Dokumentation automatisieren, doppelte oder überflüssige Checklisten eliminieren, Prozesse standardisieren und vereinfachen wo immer möglich.“
Zwei organisatorische Veränderungen wurden bereits in die Wege geleitet. „Wir werden in der IT ein Customer Integration Management einrichten.“ Die Abteilung werde sich mit der Anbindung von Neukunden beschäftigen oder Kunden bei Systemanpassungen unterstützen. Außerdem will Albeck den Kundenservice schrittweise dezentralisieren. „Zahlreiche Kunden haben mir deutlich gemacht, wie wichtig die dezentrale Struktur des Kundenservice für sie ist. Das berücksichtigen wir und werden wieder näher an die Kunden heranrücken. Bei einzelnen Kunden werden wir sogar auf deren Wunsch hin einen gemeinsamen Kundenservice etablieren.“

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