KEP-Dienstleister: Umsatz bei DPD wächst

Der Paketdienstleister hat das Geschäftsjahr 2019 beim Umsatz mit einem Plus von 6,7 Prozent abgeschlossen. Auf dem deutschen Markt erzielte DPD ein Wachstum von 4,5 Prozent.

Ein stabiles Volumen bei der Paketzustellung und Umsatzsteigerungen haben dem Paketdienstleister ein erfolgreiche 2019 beschert. Foto: DPD Group
Ein stabiles Volumen bei der Paketzustellung und Umsatzsteigerungen haben dem Paketdienstleister ein erfolgreiche 2019 beschert. Foto: DPD Group
Tobias Schweikl
(erschienen bei Transport von Daniela Kohnen)

Die DPD Group hat ihren Umsatz in 2019 auf 7,8 Milliarden Euro gesteigert, teilte der Paketdienstleister am gestrigen Dienstag mit. Das ist ein Plus von 6,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig zeigte sich das Transportvolumen weltweit mit 1,3 Milliarden Paketen stabil.

In Deutschland stieg der Umsatz laut DPD Deutschland trotz eines kostenintensiven Marktumfelds um 4,5 Prozent. Besonders starke Umsatzzuwächse verzeichnete der Paketdienstleister in Polen mit 18 Prozent und Frankreich mit 5,5 Prozent von DPD France und 6,6 Prozent von Chronopost.

In Großbritannien erzielte DPD trotz des drohenden Brexits einen Zuwachs von 5,7 Prozent. Auf mögliche Hürden beim grenzüberschreitenden Versand von und nach UK durch das am 29. Januar 2020 ratifizierte Austrittsabkommen Großbritanniens habe man sich gründlich vorbereitet, um sicherzustellen, dass der Handel zwischen dem Vereinigten Königreich und den EU-Staaten auch weiterhin so reibungslos wie möglich verlaufe, hieß es.

Das B2C-Segment erzielte im europäischen Raum ein Plus von neun Prozent und konnte damit weiter ausgebaut werden. Nach Angaben des KEP-Dienstleisters entfallen bereits rund 50 Prozent des Auftragsvolumens auf den Bereich. Um auch dem B2B-Bereich gerecht zu werden, setze man auf ein hybrides B2B-B2C-Netzwerk, hieß es aus dem Unternehmen. Yves Delmas, Executive Vice President, COO Europe:

„Uns geht es nicht allein darum, ein maximales Paketvolumen umzusetzen. Als Marktführer sehen wir uns vielmehr klar in der Verantwortung, Vorreiter einer ausgeglichenen und fairen Preispolitik zu sein. So konnten wir trotz steigender Betriebskosten im europäischen Raum dennoch eine Verbesserung unserer Serviceleistungen für unsere Kunden erzielen.“

Für den Ausbau der Geschäftsstrategie setzt DPD Group laut eigenen Angaben auf Premiumangebote. So hat das Unternehmen seine Dienstleistungen in diesem Bereich 2019 ausgeweitet. Dazu zählten intelligente städtische Depots mit erweiterten Auswahlmöglichkeiten für Kunden bei einer geringeren Umweltbelastung. Das hätten über 110 innerstädtische Depots in 13 Ländern ermöglicht, darunter auch Deutschland, die zu einer Verkürzung der Anfahrtswege und Zustellzeiten führen würden.

Zu einem weiteren exklusiven Angebot gehört die sogenannte Lebensmittelzustellung „DPD Food" in Deutschland und Großbritannien, „Chronofresh" in Frankreich sowie „SEUR Frío" in Spanien. Schließlich habe man ein in ganz Europa entwickelten Shop2Shop-Service am Laufern, der vor allem für deutsche Empfänger interessant sei, die sich Ihre Bestellungen direkt in einen der 7.000 Pickup Paketshops senden könnten.

Für die Zukunft setzt der Paketdienstleister klar auf eine Nachhaltigkeitsstrategie und will mit dem CSR-Programm „DrivingChanceTM“ die CO2-Emissionen pro Paket bis 2025 um 30 Prozent reduzieren.

DPD Deutschland mit 9.500 Mitarbeitern und 11.000 Zustellern gehört zur internationalen DPD Group und hat in Deutschland ein Netz von 78 Depots und 7.000 Pickup Paketshops. Jährlich werden im deutschen Paketmarkt rund 375 Millionen Pakete transportiert.

Die DPD Group versendet insgesamt in 230 Länder. Muttergesellschaft von DPD ist GeoPost, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der französischen Groupe La Poste. GeoPost verzeichnete im Jahr 2019 einen konsolidierten Jahresumsatz von 7,8 Milliarden Euro.

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