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KEP: Mehr Elektro in der Flotte bei DPD in Stuttgart

Mit der Erprobung alternativer Zustellkonzepte will DPD seine Rolle als Grundversorger für Bewohner und Einzelhändler sicherstellen
Der Volkswagen e-Crafter ermöglicht nun auch in Stuttgart eine lokal emissionsfreie Zustellung. | Foto: DPD/Jürgen Pollak
Der Volkswagen e-Crafter ermöglicht nun auch in Stuttgart eine lokal emissionsfreie Zustellung. | Foto: DPD/Jürgen Pollak
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Redaktion (allg.)

DPD erhöht nach eigener Auskunft die Zahl der Elektrofahrzeuge in seiner Zustellflotte. Damit verstärkt der KEP-Dienst den Einsatz vollelektrischer Zustellfahrzeuge in Stuttgart, Ludwigsburg und Umgebung. Neben zwei Vorserienmodellen des Volkswagens "e-Crafter", die DPD in Kooperation mit dem Hersteller im Langzeittest erprobt, startet DPD in der Region nun auch die Paketzustellung mit acht Lastenrädern. Der e-Crafter soll eine Reichweite von 160 Kilometern haben. Die neuen Fahrzeuge ergänzen vorhandene Elektromodelle wie den "Vito E-Cell" von Mercedes-Benz sowie den "Master ZE" von Renault. Mit diesen hatte der internationale Paket- und Expressdienstleister bisher schon lokal emissionsfreie Pakete in Teilen Stuttgarts, Ludwigsburgs und dem Umland zugestellt.

Keine Mikrodepots in Stuttgart

DPD mahnt allerdings an, dass es in der Stuttgarter Innenstadt noch an zentral gelegenen Umschlagflächen, sogenannten Mikrodepots, mangele. Trotz der Zusammenarbeit mit der Stuttgarter Wirtschaftsförderung habe man bisher keine geeigneten Flächen in der Innenstadt gefunden. Diese seien aber Voraussetzung für einen effizienten Regelbetrieb der Lastenräder.

Mit der Erprobung alternativer Zustellkonzepte wolle DPD seine Rolle als Grundversorger für Bewohner und Einzelhändler sicherstellen, sagte Thomas Ohnhaus, Chief Operating Officer bei DPD Deutschland. „Noch viel stärker als in der Vergangenheit braucht es dabei eine Kooperation zwischen Städten und Paketdiensten. Bestes Beispiel dafür ist die Suche nach geeigneten Flächen für städtische Mikrodepots, die eine lokal emissionsfreie Paketzustellung vielerorts überhaupt erst möglich machen.“

Lastenfahrräder bleiben in der Garage

Weil DPD mangels geeigneter Flächenangebote noch kein dauerhaftes Mikrodepot in Stuttgart etablieren konnte, warten mehrere Lastenräder im zuständigen Paketzentrum in Ludwigsburg auf ihren Einsatz. Der Paketdienst will sie so schnell wie möglich in den Stadtteilen Stuttgart-Ost, Bad-Cannstatt und Heslach einsetzen. Die vier Lastenräder in Ludwigsburg (Stadtteile Oßweil und Eglosheim) sowie in den benachbarten Gemeinden Tamm und Asperg sollen ebenfalls bald in Dienst genommen werden.

Lastenräder sind laut DPD im Stadtverkehr deutlich effizienter unterwegs als die üblichen Kleintransporter. Bei einer sinnvollen Kombination mit herkömmlichen Zustellfahrzeugen und einem Mikrodepot könnte laut DPD ein Lastenrad den Dieseltransporter fast eins zu eins ersetzen.


Emissionsfreie Zustellung

DPD setzt nach eigenen Angaben auf einen Mix unterschiedlicher Konzepte und Fahrzeuge, um eine lokal emissionsfreie Paketzustellung in der Innenstadt zu ermöglichen. So hat DPD im Laufe dieses Jahres die Zustellung per Lastenrad deutlich ausgeweitet. Aktuell sind Lastenräder zum Beispiel in Berlin, Hamburg, Heilbronn und Nürnberg im Einsatz. Weitere Städte sollen sukzessive hinzukommen.

Neben den verschiedenen Elektrotransportern in Hamburg, Köln und Berlin nutzt DPD auch insgesamt acht E-Scooter, sogenannte Tripl, für die Paketzustellung in der Innenstadt. Diese Elektro-Dreiräder haben eine größere Reichweite als Lastenräder, können jedoch ebenfalls direkt an der Haustür vorfahren. (ha/ld)

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