Klimaneutralität: BLG Logistics nimmt grüne Null ins Visier

Der Logistikdienstleister strebt die Klimaneutralität des Betriebs bis 2030 an.

(Foto: Romolo Tavani/Fotolia)
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Johannes Reichel
(erschienen bei LOGISTIK HEUTE von Matthias Pieringer)

BLG Logistics will bis 2030 klimaneutral werden. Als einer der ersten Logistikdienstleister lasse man seine Zielsetzung gemäß der internationalen Science Based Targets initiative (SBTi) wissenschaftlich prüfen, teilte das Unternehmen am 28. August in Bremen mit.

Unterschiedliche Einsparungen sind nach Angaben des Logistikdienstleisters an Standorten der BLG bereits erfolgt, zum Beispiel durch Eigenstromproduktion, Umrüsten von Standorten auf LED-Leuchten oder die Einführung von Firmenfahrrädern. Im nächsten Schritt folge – rückwirkend mit dem Geschäftsjahr 2019 beginnend – der Ausgleich aller Emissionen der getätigten Dienstwagenfahrten und Flugreisen von BLG Logistics, hieß es.

First Climate als Partner

Partner für den Ausgleich dieser klimaaktiven Gase ist First Climate. Die Kompensation erfolge, so BLG Logistics, über hochwertige internationale Klimaschutzprojekte, bei denen die Mitarbeiter des Logistikdienstleisters mitentscheiden können, in welche Aktivität investiert wird. Zur Wahl stehen drei Projekte: nachhaltige Forstwirtschaft im brasilianischen Amazonas-Gebiet, Instandsetzung beschädigter Brunnen im afrikanischen Malawi oder Biogas für Privathaushalte in Indien. Die interne Abstimmung erfolgt bis Mitte September.

BLG-Kunden wollen eigene Klimabilanz verbessern

Auch für die Kunden steigt laut dem Logistikdienstleister die Bedeutung von klimaneutralen Dienstleistungen, um die eigene Klimabilanz zu verbessern. Hier arbeite man ebenfalls mit First Climate zusammen, um für beauftragte Leistungen individuell die Treibhausgasemissionen zu berechnen und eine Kompensation anzubieten zu können.

Um bis 2030 zum klimaneutralen Unternehmen zu werden, möchte BLG Logistics die Emissionen – im Vergleich zu 2018 – innerhalb des Unternehmens um 30 Prozent (etwa durch Energiesparmaßnahmen, LED-Beleuchtung und Photovoltaik-Anlagen) verringern. Außerhalb des Unternehmens (zum Beispiel Fahrten von Subunternehmern oder Pendeln der Mitarbeiter) erfolge eine Senkung um 15 Prozent. Die Prüfung dieser Zielsetzung solle über die unabhängige Science Based Targets initiative erfolgen, die sich für die wissenschaftliche Ermittlung von Emissions-Reduktionszielen einsetze, so BLG Logistics.

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