Kollisionsschutz bei Gabelstaplern: Toyota Material Handling stellt kamerabasiertes System vor

Ein neues Assistenzsystem von Toyota verhindert die Kollisionen von Gabelstaplern mit Objekten und Personen. Das System erkennt Personen anhand ihrer Steh- und Laufsilhouetten.

Der dynamische Erfassungsbereich von SEnS+ bietet mehr Sicherheit beim Rückwärtsfahren. | Bild: Toyota Material Handling
Der dynamische Erfassungsbereich von SEnS+ bietet mehr Sicherheit beim Rückwärtsfahren. | Bild: Toyota Material Handling
Tobias Schweikl

Mit „SEnS+“ hat der Flurförderzeughersteller Toyota Material Handling ein Fahrer-Assistenzsystem vorgestellt, das Gabelstapler vor Kollisionen mit Objekten und Personen schützt. Das von Toyota neuentwickelte und produzierte System nutzt Algorithmen zur Unterscheidung von Personen und Hindernissen, um Risiken beim Rückwärtsfahren zu erkennen. Dabei detektiert die Kameraeinheit zunächst Hindernisse im Allgemeinen. In einem zweiten Schritt unterscheidet das System Personen, anhand ihrer Steh- und Laufsilhouetten, von Objekten.

Der Erfassungsbereich besteht aus drei Zonen, auf die unterschiedliche Warnungen und Geschwindigkeitsregelungen angewendet werden. Je nach Zone, Objekttyp und individueller Situation wird die Gerätegeschwindigkeit reduziert, abhängig von Fahrgeschwindigkeit, Lenkwinkeleinschlag oder der Bewegungsrichtung des Objekts.

Beim Anfahren erfolgt eine Warnung des Bedienenden optisch via LED in der Kabine und im Display oder akustisch über einen Signalton. Wird ein Objekt im Fahrweg erkannt, schränkt „SEnS+“ zudem die Startbewegung des Staplers beim Rückwärtsfahren ein, um die Sicherheit in der Staplerumgebung zu erhöhen.

Toyotas Fahrer-Assistenzsystem „SEnS+“ kann für individuelle Anwendungen konfiguriert werden und ist derzeit für den „Toyota Traigo48“ und den „Toyota Tonero“ erhältlich. Weitere Modelle sollen folgen.