Kommissionierroboter: Schnellerer Anschluss für Chuck

Bei 6 River Systems soll ein Softwareupdate für mehr Effizienz sorgen. Die Kommissionierer werden nun zum nächstgelegenen Roboter geschickt und die Quittiertaste muss nicht mehr nach jedem Pickvorgang ausgelöst werden.

Mit der neuen Funktion „Picker zum nächsten Chuck schicken“ können die unproduktiven Phasen der Kommissionierer während des Umstiegs von einem zum nächsten Roboter minimiert werden. | Bild: 6 River Systems
Mit der neuen Funktion „Picker zum nächsten Chuck schicken“ können die unproduktiven Phasen der Kommissionierer während des Umstiegs von einem zum nächsten Roboter minimiert werden. | Bild: 6 River Systems
Tobias Schweikl

Der Robotikspezialist 6 River Systems (6RS) hat die Steuerungssoftware für seinen kollaborativen mobilen Roboter „Chuck“ überarbeitet. Man wolle damit die Effizienz um mehr als zehn Prozent gesteigert haben, so das Unternehmen. Die Neuentwicklungen stehen laut Hersteller allen weltweiten Kunden 6RS im Zuge der regelmäßigen Software-Updates zur Verfügung.

Neu ist etwa die Funktion „Picker zum nächsten Chuck schicken“. Damit nennt Chuck dem Picker am Ende des gemeinsamen Weges in einer Pickzone den auf kürzestem Wege erreichbaren Roboter für die nächsten Aufträge. Unproduktive Phasen der Kommissionierer während des Umstiegs von einem zum nächsten Roboter sollen so minimiert werden. Statt wie früher zu einem der definierten Treffpunkte zu gehen, kann sich der Mensch direkt zum nächsten Chuck bewegen.

Eine weitere Verbesserung betrifft das Auslösen der Quittiertaste, was nun nicht mehr nach jedem Pickvorgang erforderlich ist. In der neuen Software-Version kann der Pickauftrag bereits durch das Scannen des Artikels bestätigt werden. Die Praxiserfahrungen bei Lutron Electronics in den USA hätten gezeigt, dass dadurch die Pickraten um neun Prozent gesteigert werden könnten, so der Hersteller.

Der kollaborative mobile Kommissionierroboter „Chuck“ bietet eine maximale Nutzlast von knapp über 90 Kilogramm. Er unterstützt Mitarbeiter bei ihren Einlagerungs-, Kommissionier-, Zähl-, Nachschub- und Sortieraufgaben. „Chuck“ führt die Mitarbeiter innerhalb ihrer zugewiesenen Kommissionierzonen durch die Prozesse. Dabei wird Chuck von künstlicher Intelligenz unterstützt, mit der die ideale Route identifiziert und Bestellungen priorisiert werden. Die Mitarbeiter bleiben in ihren Kommissionierzonen. Sie werden nacheinander von verschiedenen Chucks begleitet, die autonom längere Strecken zwischen den Zonen zurücklegen. Durch dieses Prinzip können die Wegezeiten der Mitarbeiter reduziert werden.

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