Krone Jubiläum: 50 Jahre mit Coil Liner sicher auf Achse

Mit der Entwicklung des speziell auf den Transport von Stahlrollen zugeschnittenen Coil Liner setzte der Hersteller Maßstäbe. Die Lösung ermöglichte erstmals sicheren den Transport der schweren Fracht.

Heute gesetzlich vorgeschrieben: der sichere Transport von Stahlrollen in der Mulde. Krone hat das Konzept mit seinem "Coil Liner" vor 50 Jahren herausgebracht. | Bild: Fahrzeugwerk Bernard Krone.
Heute gesetzlich vorgeschrieben: der sichere Transport von Stahlrollen in der Mulde. Krone hat das Konzept mit seinem "Coil Liner" vor 50 Jahren herausgebracht. | Bild: Fahrzeugwerk Bernard Krone.
Johannes Reichel
(erschienen bei PROFI-Werkstatt von Claudia Leistritz)

Vor 50 Jahren brachte Trailerspezialist Krone einen Markstein in der Geschichte der Auflieger heraus: Den Pritschensattelauflieger Coil Liner, der für den hoch spezialisierten Transport von für die Automobilindustrie benötigten Stahlrollen gedacht war. Das Unternehmen, heute nach Schmitz Cargobull und vor Kögel zweitgrößter Hersteller von Aufliegern, Anhängern und Aufbauten in Europa, stellte die Lösung erstmals auf der IAA 1973 in Frankfurt vor.

Rundweg überzeugend

Gegründet 1906 als Schmiede, hatte sich Krone ab 1948 auf die Entwicklung von landwirtschaftlichen Anhängern, ab 1971 an seinem Standort in Werlte auch auf die Herstellung von Nutzfahrzeugen spezialisiert. Bereits zwei Jahre später folgte die Innovation des Coil Liner, der zum sicheren Transport der schwierig abzusichernden Stahlrollen über eine spezielle Mulde im Laderaum verfügte. Das für die Automobilindustrie hergestellte, tonnenschwere Material barg großes Gefahrenpotential, falls es im Laderaum ins Rollen geriet, denn in diesem Fall konnten die Gewichtsmassen und damit das ganze Fahrzeug außer Kontrolle geraten.

Die Innovation, so berichtet Krone, bewirkte sogleich einen durchschlagenden Erfolg: Spediteure und Verlader zeigten sich überzeugt und bescherten dem Unternehmen volle Auftragsbücher – und nicht nur das: die sichere Transportmöglichkeit der allzu beweglichen Schwergewichte machte die Coilmulde bald für den Transport dieser Stahlrollen auch zur gesetzlichen Vorschrift.

Heute: vier Ausführungen

Mittlerweile hat Krone vier verschiedene Grundtypen an Pritschensattelaufliegern mit Coil-Mulde im Programm: den Standard Coil-Liner für bis zu 30 Tonnen Zuladung, auch erhältlich in der „Huckepack“-Ausführung für die Schiene, den Coil Liner Ultra in Leichtbauweise mit Querträgern, den noch leichteren und kürzeren Coil Liner compact (unter 5 Tonnen Leergewicht), der ebenfalls bis 30 Tonnen zugeladen werden kann sowie den Mega Liner Coil in Querträger-Bauweise.

Optimal abgesichert werden die Stahlrollen mit Hilfe von Schwerlastzurrringen am Außenrahmen sowie zusätzlichen Einsteckrungen. Durch die Multi-Lock-Ausführung des Außenrahmens können die Coils hierbei in jede Richtung sicher nieder-, direkt- und schräggezurrt werden. Auch die großen Coil-Ausführungen mit 2.100 Millimeter Durchmesser kann der Coil Liner befördern. Zudem aber dient der Coil Liner nicht nur zum Transport von „Coils“: Neben Stahlrollen lässt sich das Fahrzeug aufgrund der staplerbefahrbaren Coilabdeckungen mit Waren aller Art beladen. Die Ladungsunabhängigkeit gewährleistet auch ein Zertifikat.