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Krone Trailer: Schwieriger Markt, aber keine Krise

Der Aufbauten- und Trailerhersteller Krone sieht sich bei aktuell schwierigem Marktbedingungen gut aufgestellt. Etliche Innovationen in der Entwicklung.

Innovative Lösungen rund um den Trailer sollen den Hersteller Krone durch das aktuell schwierige Marktumfeld führen. | Bild: Krone
Innovative Lösungen rund um den Trailer sollen den Hersteller Krone durch das aktuell schwierige Marktumfeld führen. | Bild: Krone
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Tobias Schweikl

Der Aufbauten- und Trailerhersteller Krone hat einen Überblick über den aktuellen Stand der Entwicklung im Unternehmen und im Trailermarkt gegeben. Derzeit sehe man sich gleich mehreren Herausforderungen gegenüber – allen voran die schwachen Zulassungszahlen in Europa im vergangenen Jahr. Demnach hätten die drei großen Hersteller einen Rückgang bei den gezogenen Einheiten im niedrigen zweistelligen Prozentbereich verzeichnen müssen. Bei Krone konkret lag das Minus bei -11,5 Prozent, wobei vor allem die Planensattelauflieger betroffen waren. Die Trailerhersteller seien hier besonders stark von der Konjunktureintrübung betroffen. Die Talsohle scheine aber bereits durchschritten, so das Unternehmen.

Verschärfend dazu habe Russland zudem eine Importsteuer für gebrauchte Auflieger eingeführt. Dadurch sei das Land als zahlungskräftiger Abnahmemarkt für gebrauchte Fahrzeuge nahezu ausgefallen, was ebenfalls zu Verwerfungen geführt habe.

Vergleichbar mit der Situation in der Krise 2008/2009 sei die derzeitige Situation aber keinesfalls. Damals war der Absatz in kürzester Zeit nahezu zum Erliegen gekommen. In der heutigen Situation sieht Krone eher eine „Delle“ nach zehn Jahren konstanten Wachstums.

Modulare Transportkühlung

Auf Produktseite hat das Unternehmen einige Entwicklungen in der Pipeline. Da wäre zunächst die bereits bekannte Kooperation mit dem Kühlaggregatspezialisten Liebherr bei dem Kühlmaschinenprojekt „Cool Liner CELSINEO“. Dessen drei austauschbare Kühlmodule sollen die Kühlkette beim Transport nicht nur ausfallsicherer machen. Weil eines der drei Kühlmodule zu jeder Zeit auch abgetaut werden könne, ohne die Laderaumtemperatur zu gefährden, steigere das System auch die Verfügbarkeit. Allerdings arbeite man hier mit einigen ausgewählten Bestandskunden noch an der Praxistauglichkeit des Systems, so das Unternehmen.

Schnelles Be- und Entladen

Ebenfalls Anlaufprobleme scheint es beim „KRONE Safe Curtain“ zu geben. Die Plane, die mit ihren integrierten Federstahlstreifen Einstecklatten zur Ladungssicherung überflüssig macht, funktioniere zwar prima, werde aber von etlichen Verladern mit Verweis auf die existierenden Ladungssicherungsanweisungen zu Unrecht nicht akzeptiert. Krone macht in diesem Zusammenhang noch einmal darauf aufmerksam, dass die lattenlose Plane zertifiziert ist nach DIN EN 12642 Code XL, VDI 2700 ff Getränkezertifikat und Daimler 9.5. Sie ermögliche laut Hersteller ein bis zu 30 Prozent schnelleres Be- und Entladen und spare dabei noch bis zu 90 Kilogramm Gewicht.

Elektrischer Kühlsattel

Zusammen mit der Nagel-Group testet Krone derzeit unter dem Namen „Futuricum“ auch einen vollelektrischen 40-Tonnen-Kühlsattelzug unter realen Bedingungen. Weitere Projektpartner sind Innocent Drinks, die Designwerk Products AG und THT Heetkamp. Erforscht werden sollen die technischen Möglichkeiten einer elektrischen Zugmaschine in Kombination mit einem elektrischen Trailer. Das Fahrzeug wird im Rahmen eines Shuttle-Verkehrs eingesetzt. Mehrfach pro Tag pendelt der Elektro-Lkw zwischen dem baden-württembergischen Produktionsstandort in Stockach und der Kraftverkehr Nagel Niederlassung in Deißlingen, um Apfelsaft zu transportieren. Die einfache Strecke beträgt rund 60 Kilometer und erfordert bis zu zwei aktive Kühlstunden. Neben leistungsstarken Batterien nutzt er insbesondere eine Energierückgewinnung in der Achse.

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