Künstliche Intelligenz: KI-Spezialist Heureka vervielfacht Gewinn

Das Start-up Heureka Business Solutions verzehnfachte im Pandemiejahr 2020 seinen Gewinn. Fokus auf Bestandskunden als Corona-Strategie.

Die Software LOS MAIN vereint die bisherigen Entwicklungen der Heureka Business Solutions GmbH in einer Plattform und soll Kunden neue Hochleistungs-Algorithmen verfügbar machen. | Bild: Heureka
Die Software LOS MAIN vereint die bisherigen Entwicklungen der Heureka Business Solutions GmbH in einer Plattform und soll Kunden neue Hochleistungs-Algorithmen verfügbar machen. | Bild: Heureka
Tobias Schweikl

Das auf Digitalisierung und Optimierung der Intralogistik mithilfe künstlicher Intelligenz spezialisierte Start-up Heureka Business Solutions hat im Covid-Jahr 2020 seinen Gewinn gegenüber dem Vorjahr verzehnfacht. Bei einer Bilanzsumme von über einer Million Euro wurde nach veröffentlichter Bilanz ein Jahresüberschuss von 500.000 Euro erwirtschaftet. Im laufenden Jahr setzt das Unternehmen auf Stabilität und Wachstum.

„Der unerwartete Covid-Ausbruch und die damit verhängten Maßnahmen veränderten schlagartig die Logistikanforderungen. Zudem fiel die Weltleitmesse LogiMAT aus. Wir haben uns daher auf die Unterstützung unserer Bestandskunden konzentriert“, erklärt Heureka-Geschäftsführer Richard Lessau.

Heureka steuert mit künstlicher Intelligenz Logistikabläufe. Nach eigener Aussage ließen sich Lagerhaltungs- und Abwicklungskosten so um über 20 Prozent reduzieren. Die eigens entwickelte Software „Logistics Optimization System“ (LOS), soll für Kunden in den Bereichen Handel, Industrie und HealthCare geeignet sein. Durch das Steuern mit künstlicher Intelligenz können komplexe und dynamische Logistikabläufe schneller optimiert werden als mit statischem Prozessmanagement.

Trotz der Fokussierung auf Bestandskunden konnte Heureka neue Kunden hinzugewinnen. Hier stehe die Flexibilität der Software im Vordergrund, um individuelle Prozesse aufzunehmen und zu optimieren, ohne dass dabei „umfassende IT-Mühlenräder gedreht“ werden müssen, so das Unternehmen.

 „Der Fokus im Jahr 2020 war richtig gesetzt, hat uns finanziell sowie strukturell enormen Halt gegeben und wurde 2021 fortgesetzt. Wir haben uns im Kerngeschäft deutlich weiterentwickelt und mit der bewussten Handbremse konnten wir unseren Mitarbeiterstamm sichern und langfristig nach vorne schauen,“ so Dr. Raymond Hemmecke, der als ehemaliger Mathematik-Professor der TU München geschäftsführend die Softwareentwicklung vorantreibt.

2020 wurden auch weitere Bausteine der Software entwickelt. Diese sollen den Bedienern einen höheren Komfort bieten und in Summe die Software komplettieren. Auf der LogiMAT 2022 wurde zudem die Lösung „LOS MAIN“ präsentiert. Die Plattform ermögliche es, beliebige Systeme an die Lösung anzudocken und Materialflussbausteine zu vernetzten. So sollen weitere Hochleistungsalgorithmen zur Optimierung von Materialströmen integriert werden, bei gleichzeitig weniger Datenhaltungs- und Energiekosten.

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