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L-City zeigt Liefervan Carrier: Quadratisch, elektrisch, gut!

Elektrischer Lieferwürfel: Ein Start-up mit Rennsport-Hintergrund will die City-Belieferung neu aufstellen. Und präsentiert einen pragmatisch-elektrischen Plattformwagen mit 8 Kubik, 800 Kilo Nutzlast, 265 Kilometer Reichweite und 10-Jahres-Garantie. Hermes ist interessiert.

Elektrischer Kubus: Der L-City Carrier wird bereits bei Hermes in der Praxis getestet - und war auf der IAA Mobility in München zu bewundern. | Foto: J. Reichel
Elektrischer Kubus: Der L-City Carrier wird bereits bei Hermes in der Praxis getestet - und war auf der IAA Mobility in München zu bewundern. | Foto: J. Reichel
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Johannes Reichel

Das Münchner Start-up L-City hat auf der IAA Mobility ein erstes seriennahes Modell seines elektrisch angetriebenen Lieferwagens Carrier präsentiert. Dieser soll modular aufgebaut sein und in drei Versionen kommen: Als Koffer, Pick-up und Fahrgestell. Signifikant ist das streng kubische Design, das eine hohe Raumeffizienz bei gutem Raumangebot in der Kabine ermöglichen soll. Bei 4,55 Meter Länge und 2,09 Meter Höhe und 2,27 Breite inklusive Spiegeln bleibt das Maß des als N1-Fahrzeug zugelassenen 2,8-bis 3,5-Tonners kompakt – und im Rahmen normaler City-Vans.

Relativ leicht für einen Vollstromer

Das Gewicht des Carrier liegt eher unter dem konventioneller E-Vans in der Klasse, mit 1,8 Tonnen als Fahrgestell und 2,1 Tonnen als Koffer. Der Box-Aufbau fasst dabei etwa 7,9 Kubikmeter Fracht, die Nutzlast liegt bei 800 Kilogramm. Der Wendekreis soll mit 5,5 Meter ebenfalls sehr kompakt sein. Angedacht ist bereits auch eine Variante mit in den Seiten und Dach verbauten Solarpanelen für eine Erweiterung des Radius oder für Nebenverbraucher. Ein erster Prototyp läuft auch bereits beim KEP-Dienstleister Hermes in der Erprobung.

Die Wurzeln des Unternehmens mit Sitz in München und Produktion sowie Forschung und Entwicklung in Ruse/Bulgarien liegen in einem Joint-Ventures mit dem Sport- und Rennwagenhersteller Sin Cars, von dem auch vieles an Technologie sowie das Chassiskonzept aus einem Stahlrahmen mit Einzelradaufhängung und Doppelquerlenkern sowie Stoßdämpfern stammt. Darüber hinaus hat sich das Unternehmen dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft verschrieben und peilt eine 10-Jahres-Garantie für das gesamte Fahrzeug an. Zudem sollen die meisten Teile recylierbar sein.
 

Milde Ladung für lange Akkulebenszeit

Die robuste, isolierte und mittig im Rahmen verbaute Lithium-Eisenphosphat-Batterie mit 62 kWh Kapazität wird separat beheizt, verfügt über separat tauschbare Zellmodule und soll zehn Jahre lang halten, bei mindestens 70 Prozent Kapazität und 3.000 Ladezyklen. Die Reichweite des maximal 80 km/h schnellen E-Transporters beträgt laut Hersteller 265 Kilometer. Geladen wird mit 6,6 kW Standard in zehn Stunden und optional innerhalb von sieben Stunden mit 10 kW AC. Das milde Laden soll auch der Haltbarkeit der Batterie zugute kommen.

Den Vortrieb über die Hinterräder übernimmt ein 72-kW-Asynchron-Induktionsmotor, der maximal 180 Nm Drehmoment aufbietet. Selbstverständlich ist eine regenerative Bremse zusätzlich zu den hydraulischen Scheibenbremsen sowie eine elektrische Parkbremse. Zur Standardausstattung gehören LED-Leuchten, ein LCD-Zentraldisplay, eine Rückfahrkamera, Klimaanlage, höhenverstellbare Sitze und Lenkrad, schlüsselloser Zugang und Start, ein Alcantara-Interieur sowie ein Infotainmentsystem. Außerdem wirbt der Hersteller mit niedrigen Betriebskosten, die die Mehrkosten des etwa 56.000 Euro teuren Carrier zu einem Diesel-Van innerhalb von drei Jahren amortisieren sollen.

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