Ladekrane: Wo sonst keiner mehr hinreicht

Dank eines besonders reichweitenstarken Ladekrans kommt Bauunternehmer Dennis Bruß an einen attraktiven Auftrag im Rahmen eines großen Infrastrukturprojektes. Unterschiedlichste Spezialeinsätze folgen.

Für den riesigen Fassi F2150 stellt die Last am Haken keine große Herausforderung dar. | Bild: Fassi Ladekrane GmbH / Gründau
Für den riesigen Fassi F2150 stellt die Last am Haken keine große Herausforderung dar. | Bild: Fassi Ladekrane GmbH / Gründau
Tobias Schweikl

Ein Grundstücksbesitzer in Heide hatte sich jüngst bei Bauunternehmer Dennis Bruß wegen der enormen Reichweite seines neuen Ladekrans erkundigt. Es galt, zwei beim Repowering zurückgelassene Generatorenhäuser alter Windturbinen bergen. Die riesigen Teile aus Glasfaserverbundstoff waren ganz weit hinten auf einem unbefestigten Grundstück abgestellt worden und daher für normale Krane kaum erreichbar.

Solche Anfragen erreichen Bruß seit einigen Wochen vermehrt. Der stattliche Neuzugang in seinem Fahrzeugpark, ein fünfachsiger Volvo FH 540 mit Fassi F2150RA.2.28-Ladekran, hat sich in der norddeutschen Provinz offenbar schnell herumgesprochen. Selbst bei voll ausgefahrenem Ausleger hebt der F2150 in 31 Metern Entfernung noch 1.760 Kilogramm.

Bruß’ Firma, deren Kerngeschäft vor allem im Rohbau von Ein- und Mehrfamilienhäusern und Gewerbebauten liegt, hatte den Ladekran für einen lukrativen Großauftrag im Zusammenhang mit dem Bau der Nordlink-Kabeltrasse zwischen Büsum und Wilster angeschafft. Es mussten damals vorgefertigte Behelfsbrücken aus Stahlbeton oft über erhebliche Distanzen hinweg über Gräben und Wasserläufe manövriert werden.

Vielseitig einsetzbar

Dank der Vielseitigkeit des neuen Krans ergeben sich zahlreiche zusätzliche Einsatzmöglichkeiten. Wie eben die Generatorenhäuser. Nachdem ein brauchbarer Standort gefunden ist, der ausreichende Tragfähigkeit verspricht, beginnt Bruß mit der Vorbereitung des Einsatzes. Schließlich bringt der Unternehmer das Ende des Jibs über dem ersten Gondelgehäuse in Position und kämpft sich durch zum Teil schulterhoch stehendes Dickicht mit dem Ladegeschirr zu den Anschlagspunkten durch. Mit einem deutlich vernehmbaren Knirschen des Untergrundes, gefolgt von dem Krachen einiger Äste, an denen vorbei sich die Ladung ihren Weg bahnt, streckt sich das tonnenschwere Teil Minuten später in den strahlend blauen Himmel und kann weiter vorne abgesetzt werden.

Der neue Fünfachser, freut sich Bruß, punkte schon allein mit seiner enormen Wendigkeit und Vielseitigkeit. Und durch eine fünfte Abstützung vor dem Fahrerhaus verfüge er jetzt auch nach vorne über 100 Prozent Kranleistung. Ungewohnten Komfort bei der Bedienung böte auch die moderne V7-Funkfernsteuerung, mit der sich der Kran höchst präzise dirigieren ließe.

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