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Lagererweiterung: Nordfrost investiert 66 Mio. Euro in Wilhelmshaven

Der Tiefkühllogistiker Nordfrost investiert in seine Logistikanlage im Containerhafen Wilhelmshaven. Das Seehafenterminal wird erweitert und ein neues Hochregallager errichtet.

Das 33 ha große Gelände ist aktuell zu rund 50 Prozent durch 70.000 qm Hallenflächen und 90.000 qm befestigte Außenanlagen bebaut und genutzt. | Bild: Nordfrost
Das 33 ha große Gelände ist aktuell zu rund 50 Prozent durch 70.000 qm Hallenflächen und 90.000 qm befestigte Außenanlagen bebaut und genutzt. | Bild: Nordfrost
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Tobias Schweikl

Nachdem Nordfrost die Baugenehmigung für ein vollautomatisches 40 m hohes Hochregallager zur Erweiterung des bestehenden Tiefkühlhauses sowie für eine 8.000 qm große dreischiffige Schwerlasthalle mit Deckenkränen für Gewichte bis 125 Tonnen für Projektverladungen erhalten hat, sind nun die Bauarbeiten im Containerhafen Wilhelmshaven angelaufen.

Die Schwerlasthallen sollen innerhalb von elf Monaten fertig sein. Zeitlich etwas nachlaufend werde die Bahnanbindung erfolgen, so das Unternehmen. Das Hochregallager soll im Mai 2021 fertiggestellt sein. Die angegliederten Hygienebereiche für Lebensmittelverarbeitung gehen laut Plan im November 2020 in Betrieb.

Das 33 ha große Gelände ist aktuell zu rund 50 Prozent durch 70.000 qm Hallenflächen und 90.000 qm befestigte Außenanlagen bebaut und genutzt. Zu je einem Drittel werden in den 18 Meter hohen Hallen Tiefkühlwaren, Frischeerzeugnisse und Trockenprodukte wie Möbel, Haushaltswaren und Spielsachen gelagert. Auf den Außenflächen liegt ein Containerdepot und es werden Container repariert und gewaschen sowie Importholz aus Containern auf Lkw umgeschlagen.

Schnelles Wachstum

Nordfrost nahm Mitte 2012 seinen Betrieb als erster Ansiedler in der Logistikzone des Containerhafens Wilhelmshaven auf. Seit damals ist das 23.000 qm große Logistikzentrum auf die dreifache Größe gewachsen. Investiert wurden bisher 104 Mio. Euro. Die Lagerhallen verfügen über eine derzeitige Gesamtkapazität von 105.000 Palettenplätzen oder umgerechnet 3.500 Lkw-bzw. Containerladungen. Jetzt werden laut Nordfrost nochmals rd. 66 Mio. Euro investiert. Danach stünden von den 33 ha noch 11 ha zur weiteren Bebauung zur Verfügung.

An der Planung für weitere Projekte am Terminal werde laut Nordfrost bereits gearbeitet. Firmenchef Horst Bartels sieht angesichts der hohen Nachfrage aus der Verladerschaft große Potentiale für den Containerhafen Wilhelmshaven. Seeseitig müsse allerdings das Ziel verfolgt werden, für den bisher mit Fernostlinien noch einarmig angebundenen Hafen möglichst schnell auch weitere Linienverbindungen, zum Beispiel Richtung Südafrika, Südamerika oder die USA zu gewinnen.

Allerdings sei der Hafen, der für 16 Containerbrücken ausgelegt ist, auch nach sieben Jahren erst mit acht Brücken bestückt. Das schränke die Weiterentwicklung ein. Nordfrost siedelt sich daher in den nächsten zwei Jahren auch im Rheinhafen in Wesel an, wo das Unternehmen an einer Kaianlage neben der Schaffung von Lagerkapazitäten auch in eigene Containerbrücken investieren wird. Über Binnenschiffe sollen von dort aus Schiffsverkehre über Rotterdam und Antwerpen organisiert werden.

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