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Lagermodernisierung: Die Automatisierung beginnt beim Mitarbeiter

Eine aktuelle Studie sieht einen Trend zu mehr Automatisierung im Lager. Der erste Schritt dazu sei die bessere technische Unterstützung der Mitarbeiter.

Wer im Lager mehr automatisieren will, beginnt häufig damit, seine Mitarbeiter technisch besser auszustatten. | Bild: Zebra Technologies
Wer im Lager mehr automatisieren will, beginnt häufig damit, seine Mitarbeiter technisch besser auszustatten. | Bild: Zebra Technologies
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Tobias Schweikl

Zebra Technologies, ein US-amerikanischer Anbieter von Geräten und Software zur Datenerfassung und -verarbeitung, hat die Ergebnisse seiner „Warehouse Vision Study 2024“ veröffentlicht. Die Studie analysiert die aktuellen und geplanten Strategien von IT- und Business-Entscheidern zur Modernisierung ihrer Lagertechnik, Distributionszentren und Fulfillment-Zentren.

Zu den Planungsschwerpunkten für die nächsten fünf Jahre gehören demzufolge sowohl Automatisierungslösungen als auch Technologielösungen zur Unterstützung der Angestellten. Über drei Viertel (77 Prozent) der Befragten seien sich einig, dass die Unterstützung der Mitarbeiter mittels Technologie der beste Schritt sei, um mit der Automatisierung von Warenlagern zu beginnen. Nur 35 Prozent hätten allerdings ein klares Verständnis davon, wo sie mit der Automatisierung anfangen könnten.

87 Prozent der Entscheidungsträger sind den Ergebnissen zufolge derzeit dabei, ihre Warenlager zu vergrößern oder planen, sie bis 2024 zu erweitern. 82 Prozent erwarten, dass die Anzahl ihrer Lager in diesem Zeitraum steigt.

„IT- und Businessentscheider sind bereit, die gestiegene Nachfrage in den nächsten fünf Jahren durch eine schrittweise Modernisierung ihrer Warenlager zu erfüllen. Dabei arbeiten sie gleichzeitig an der Verbesserung der Produktivität ihrer Mitarbeiter und Teams sowie der Vereinheitlichung der Betriebsprozesse,“ sagte Mark Wheeler, Director of Supply Chain Solutions, Zebra Technologies. „Bis 2024 werden sich Führungskräfte darauf konzentrieren, ganzheitlichere Lösungen einzuführen. Dadurch können sie datenbasierte Umgebungen schaffen, dank derer die menschliche Arbeit und Automatisierung im Warenlager in Einklang gebracht und letztlich den Mitarbeitern im täglichen Arbeitseinsatz ein Leistungsvorsprung verschafft wird.“

Kernergebnisse der Studie

  • Bis 2024 soll die Automatisierung die Leistung der Mitarbeiter verbessern, jedoch keine Mitarbeiter ersetzen.
  • 61 Prozent der Entscheidungsträger planen, eine Teilautomatisierung oder eine Unterstützung der Mitarbeiter mittels Technologie im Lager zu ermöglichen.
  • Drei Viertel der Befragten glauben, dass menschliche Interaktion Teil ihrer optimalen Betriebsbilanz ist, während 39 Prozent Teilautomatisierung (teilweise menschliche Beteiligung) und 34 Prozent Unterstützung (Ausrüstung der Mitarbeiter mit Mobilgeräten) als Präferenz nennen.
  • Entscheider gehen davon aus, dass sie bis 2024 Robotik/Roboter für die Wareneingangsverwaltung (24 Prozent), die Ausgangsverpackung (22 Prozent) und den Wareneingang (20 Prozent) einsetzen werden.
  • 59 Prozent der Befragten nannten die Auslastung ihrer Kapazitäten als eine der wichtigsten Herausforderungen und planen, sie durch eine Erweiterung ihrer Lager zu bewältigen.
  • 60 Prozent der Unternehmen nannten die Personalrekrutierung und/oder die betriebliche Effizienz und Produktivität als ihre wichtigsten Herausforderungen, wobei 63 Prozent aussagen, dass sie sich unmittelbar auf die Ergebnisse der individuellen oder Teamproduktivität konzentrieren.
  • IT-/Technologie-Nutzung wurde sowohl als die am meisten erwartete betriebliche Herausforderung (61 Prozent) der nächsten fünf Jahre identifiziert als auch als gewünschtes langfristiges Ergebnis für eine erhöhte Asset-Transparenz, Orientierungshilfe in Echtzeit und datengestützte Performance genannt.
  • Mit der Erweiterung der Lagerbestände erhöht sich auch das Volumen der Artikelpositionen (Stock Keeping Units, SKU) und die Geschwindigkeit, mit der die Artikel verschickt werden müssen. Entscheider werden versuchen, die Transparenz und Produktivität zu erhöhen, indem sie robustere Retourenmanagementprozesse (81 Prozent), Aufgabenverzahnung (80 Prozent), Mehrwertdienstleistungen (80 Prozent) und Drittanbieterlogistik (83 Prozent) implementieren.
  • Die Investition in und Einführung von neuen Technologien sei entscheidend, um in der On-Demand- Wirtschaft wettbewerbsfähig zu bleiben.
  • Fast die Hälfte (46 Prozent) der Befragten nannten eine schnellere Belieferung der Endkunden als wichtigste Triebfeder für ihre Wachstumspläne.
  • Mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Entscheidungsträger sind sich einig, dass sie den Betrieb im gesamten Lager modernisieren müssen, um in der On-Demand-Wirtschaft wettbewerbsfähig zu bleiben, die tatsächliche Einführung neuer Mobilgeräte und Technologien aber nur langsam voranschreitet.
  • 73 Prozent der Unternehmen modernisieren derzeit ihre Lager, indem sie Mobilcomputer, Tablets und Barcodescanner einführen oder erneuern.
  • Bis 2024 wird die Modernisierung durch Android-basierte Mobile-Computing-Lösungen (83 Prozent), Echtzeit-Ortungssysteme (RTLS) (55 Prozent) und voll ausgestatte Lagerverwaltungssysteme (WMS) (54 Prozent) vorangetrieben.
  • 60 Prozent der Befragten nannten mobile Barcode-Etiketten- oder Thermodrucker als einen Schwerpunkt der Investitionen in den kommenden drei Jahren.
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