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Leadec setzt Akkus von E-Vans instand

Der global engagierte technische Dienstleister aus Stuttgart hat seit einigen Monaten auch die Reparatur von defekten E-Van-Batterien im Portfolio.

Am Standort Hoyerswerda in Sachsen setzt ein Team von Fachkräften defekte Batterien von E-Vans instand. Danach gehen sie wieder zurück an den Fahrzeughersteller. | Bild: Leadec.
Am Standort Hoyerswerda in Sachsen setzt ein Team von Fachkräften defekte Batterien von E-Vans instand. Danach gehen sie wieder zurück an den Fahrzeughersteller. | Bild: Leadec.
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Redaktion (allg.)
(erschienen bei PROFI-Werkstatt von Claudia Leistritz)

Als Serviceexperte im Bereich Produktion für das Automobil- und Industriesegment sorgt Leadec mit seinen heute rund 20.000 Mitarbeitern und 300 globalen Standorten bereits seit 60 Jahren für einen reibungslosen Ablauf. Die Leistungen erstrecken sich über den gesamten Lebenszyklus einer Fabrik, „von der Planung bis zum laufenden Betrieb“. Leadec hat nun sein Angebot im Batteriesegment ausgebaut und am Stützpunkt im sächsischen Hoyerswerda die Reparatur von Hochvolt-(HV)Batterien aus Elektrotransportern in sein Leistungsspektrum aufgenommen.

Zentral für die Funktion eines elektrifizierten Transporters und zugleich eines der kostenintensivsten Bestandteile im Fahrzeug ist die Lithium-Ionen-Batterie. Ein Ausfall dieser Stromspeicher hat in der Regel teuren Ersatz zufolge, zugleich gehen wertvolle Rohstoffe verloren. Damit die Batterien im Falle eines Schadens nicht gleich recycelt werden müssen, bietet das Unternehmen seit einiger Zeit die Reparatur an. Verfügt ein Automobilhersteller über defekte Akkus, so berichtet der Technologiekonzern, werden diese nun aus den europäischen Märkten direkt an den Standort in Hoyerswerda geliefert und umgehend aufgearbeitet.

„Die Batterie ist nicht nur das teuerste, sondern auch das rohstoffintensivste Bauteil eines Elektroantriebs. Mit der Reparatur leisten wir einen wesentlichen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung“,

sagt Alexander Bonk, Geschäftsführer bei Leadec in Deutschland. Sind die Elemente im Werk angekommen, analysieren Fachkräfte zunächst die schadhaften Batterien und lesen Fehlercodes aus, danach wird ein Reparaturplan erstellt.

Laut Gunnar Grohmann, Standortleiter in Hoyerswerda, finden sich hier die unterschiedlichsten Fehlerbilder, „von defekten Batteriemanagementsystemen über den Ausfall von elektrischen Komponenten wie Stromsensoren bis hin zu beschädigten Modulen, Dichtungen und Isolationen oder Gehäusen“. Die betreffenden Einzelteile werden dann nach Bedarf ausgetauscht. Sollten nur einzelne Batteriezellen beschädigt sein, reiche oft auch der Ersatz des entsprechenden Moduls aus.

Hohe Spannung

Als besondere Herausforderung beschreibt Grohmann die hohe Spannung, die bei der Akkureparatur zu beachten sei. Für die Prozedur sind eigens ausgebildete Spezialisten für den Bereich Batterien, Elektro und Arbeiten unter Spannung zuständig. Diese würden umfassend mit Schutzkleidung, isolierten Werkzeugen und klaren Vorgaben zu den einzelnen Arbeitsschritten versorgt. Nach erfolgreicher Reparatur wird dann zunächst in einer End-of-Line Prüfung die Tauglichkeit aller Funktionalitäten überprüft, bevor das Element zum nächsten Einsatz wieder an den Hersteller zurück geht.

Elektromobilität "wirklich nachhaltig" machen

Der Gesichtspunkt Wiederverwendbarkeit von Lithium-Ionen-Batterien nimmt bei den Herstellern aus Interesse an einer nachhaltigen Nutzung einen hohen Stellenwert ein, sagt Bonk. Denn solle die Elektromobilität „wirklich nachhaltig“ sein, müsse sie in größerem Zusammenhang betrachtet werden.

„Wir freuen uns, dass Leadec hier der passende Partner ist und wir die Hersteller mit unserem Know-how im Batteriesegment auf diesem Weg unterstützen können.“

Am 2019 in Betrieb genommenen Standort Hoyerswerda werden laut Unternehmensangaben mit einem Team von derzeit über 100 Mitarbeitern Leistungen wie Vormontage, Dichtigkeitsprüfungen, Korrosionsschutz und Logistik „inklusive Lagerung von bis zu 20.000 Batterien bis hin zu Instandsetzung und Rückbau“ erbracht.

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