Lebensmittelhändler Associated Wholesale Grocers automatisiert mit Witron

Der Automatisierungsspezialist Witron errichtet für die Associated Wholesale Grocers ein neues Lager in den USA.

Beliefert zukünftig mehr als 3.100 Filialen mit mehr als 55.000 verschiedenen Artikeln: Das neue Logistikzentrum von AWG in Hernando (Mississippi/USA). (Foto: AWG)
Beliefert zukünftig mehr als 3.100 Filialen mit mehr als 55.000 verschiedenen Artikeln: Das neue Logistikzentrum von AWG in Hernando (Mississippi/USA). (Foto: AWG)
Tobias Schweikl
(erschienen bei LOGISTIK HEUTE von Melanie Endres)

Associated Wholesale Grocers, Inc. (AWG) mit Hauptsitz in Kansas City (USA) ist ein genossenschaftlich organisierte Lebensmittelgroßhändler der Vereinigten Staaten. Zusammen mit dem Generalunternehmer Witron Logistik + Informatik GmbH plant und realisiert das Unternehmen einer Witron-Meldung vom 16. November zufolge in Hernando (Mississippi) ein zukunftsweisendes, hochautomatisiertes Vollsortiments-Logistikzentrum. Hieraus sollen ab August 2023 mehr als 3.100 Lebensmittelgeschäfte beliefert werden, die sich im Besitz von unabhängigen Einzelhändlern befinden. Bekannt ist AWG in den USA für seine Marken Always Save, Clearly by Best Choice, Best Choice und Superior Selections. Die 81.000 Quadratmeter große Anlage mit in Summe 738.000 Paletten-, Behälter- und Traystellplätzen, 92 Regalbediengeräten sowie elf Kilometern Fördertechnik ist der Pressemeldung zufolge für eine Pickleistung von gut 460.000 Einheiten / Tag ausgelegt.

„Wir freuen uns, gemeinsam mit Witron das aufregendste Projekt in der Geschichte von AWG umzusetzen“, so David Smith, CEO von AWG. „Die neue automatisierte Anlage wird eine entscheidende Komponente beim Ausbau unseres Sortiments sowie der Erweiterung und der Optimierung unserer Vertriebs- und Logistikdienstleistungen sein. Sie ermöglicht AWG und seinen mehr als 1.100 Genossenschaftspartnern weiteres Wachstum für viele, viele Jahre.“

Fast 55.000 verschiedene Artikel werden laut Mitteilung mit den Lösungen „OPM (Order Picking Machinery)“, „AIO (All-in-One-Order Fulfillment)“ und „CPS (Car Picking System)“ gelagert und kommissioniert. Dabei komme die Witron-Technologie in sämtlichen Temperaturzonen zum Einsatz – Trockensortiment, Frischeprodukte und Tiefkühlartikel.

18 vollautomatische „COM“-Maschinen schlichten im Temperaturbereich von plus 20 bis minus 26 Grad Celsius Handelseinheiten filialgerecht auf Paletten. Großvolumige Artikel werden ebenso in unterschiedlichsten Temperaturzonen wegeoptimiert mittels Pick-by-Voice-Unterstützung durch das semiautomatisierte Logistik-Modul CPS kommissioniert, so heißt es in der Meldung. Eine intelligente „WITRON-WMS“-Plattform steuere „End-to-End“ sowohl die internen als auch die externen Supply Chain Prozesse. Für Service, Wartung und Anlagenbetrieb ist laut Eigenangaben ein Witron-OnSite-Team verantwortlich, welches alle Mechanik-Elemente, Komponenten und Materialflüsse rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, auf hoher Verfügbarkeit hält.

Aufgrund eines breiten Sortiments an kleinvolumigen Artikeln entschied sich AWG Witron zufolge im Trockensortiment für das AIO-System von Witron – einer Weiterentwicklung des Behälterkommissionier-Systems „DPS (Dynamic Picking System)“. Mit AIO können laut Mitteilung sowohl Schnelldreher als auch Langsamdreher im selben Logistik-Modul kompakt gelagert und kommissioniert werden. Die Auftragskonsolidierung erfolgt den Angaben zufolge im AIO automatisiert und systemgesteuert. Das Witron-WMS überprüfe dabei kontinuierlich die Klassifikation der Artikel in Abhängigkeit von der Auftragsstruktur. Ändert sich die Klassifikation wie beispielsweise Aktions- oder Saisonware, werde dies vom AIO erkannt und in Echtzeit automatisch angepasst.

„Unsere Branche verändert sich ständig. Daher ist es unsere Aufgabe, den Einzelhändlern – unseren Genossenschaftspartnern – sämtliche Produkte, Dienstleistungen und Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, die sie benötigen, um auf allen bedienten Märkten wettbewerbsfähig zu sein. Und zwar zu den bestmöglichen Kosten“, verdeutlicht Smith. „Wir freuen uns, dass wir zukünftig in der Lage sind, Logistikprozesse noch wirtschaftlicher, effizienter und nachhaltiger zu gestalten“.

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