Lebensmittellogistik: Datenbrillen beschleunigen Lagerdurchsatz

Der belgische Kontraktlogistiker Weerts spart durch den Einsatz einer optischen Lagerführung viel Zeit beim Kommissionieren.
Die Datenbrillen liefern beim Kommissionieren alle nötigen Informationen. Der Mitarbeiter hat beide Hände frei. | Foto: Picavi
Die Datenbrillen liefern beim Kommissionieren alle nötigen Informationen. Der Mitarbeiter hat beide Hände frei. | Foto: Picavi
Tobias Schweikl

Der belgische Kontraktlogistiker Weerts Supply Chain S.A hat in seinem Zentrallager nahe Lüttich eine Pick-by-Vision-Lösung des Logistik-IT-Entwicklers Picavi eingeführt. Künftig werden dort die Produkte des amerikanischen Lebensmittelkonzerns Mondelēz International mit 15 Datenbrillen kommissioniert.
Das neue und optisch geführte System ermöglicht den Lageristen das Arbeiten mit beiden Händen, weil alle nötigen Informationen direkt über die Datenbrille in das Sichtfeld eingespielt werden. Mit einem Blick scannen die Lagerarbeiter den Barcode und verifizieren damit zugleich den Vorgang. Der Auftragsstatus wird in Echtzeit an das Lagerverwaltungssystem übermittelt. Ein am Zeigefinger befestigter Ringscanner unterstützt den Scanvorgang an ergonomisch herausfordernden Stellen, wie etwa am Fuß einer Palette. Datenbrille und Ringscanner sind per Bluetooth miteinander verbunden. Laut Aussage von Picavi erzielt Weerts damit im Vergleich zu den vorher genutzten MDE-Handhelds eine Zeitersparnis bis zu zwölf Prozent.
Neben der Kommissionierung per Gabelstapler werden die Datenbrillen noch im Wareneingang und bei der Bereitstellung von vorkonfektionierten Wareneinheiten genutzt. Der Einsatz bei Inventur und Einlagerung ist in Planung.

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