Letzte Meile: BVL veröffentlicht Handbuch für die Citylogistik

Mit dem „Manual Urbane Logistik“ hat der BVL-Themenkreis Urbane Logistik eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation auf der letzten Meile veröffentlicht.

Das Manual Urbane Logistik steht auf der Website des Themenkreises zum Download bereit. | Bild: BVL
Das Manual Urbane Logistik steht auf der Website des Themenkreises zum Download bereit. | Bild: BVL
Tobias Schweikl

Der BVL Themenkreis Urbane Logistik hat ein Handbuch veröffentlicht, das einen praxisorientierten Überblick über beteiligte Stakeholder und umgesetzte Projekte der Citylogistik bieten will. Die Beispiele aus der gesamten Bundesrepublik sollen als Impulse dienen und zeigen, wie Logistik insbesondere in Ballungsgebieten, aber auch in kleineren und mittelgroßen Städten gemeinsam entwickelt werden kann.

Das Manual will den Kommunen dafür Handlungsempfehlungen geben. Es gehe darum, klare Zuständigkeiten zu schaffen und Ansprechpartner zu benennen.

„Die Themenkreise der BVL bieten eine hervorragende Plattform, auf der verschiedenste Stakeholder miteinander diskutieren können. Den Bedarf an neuen Lösungen in der urbanen Logistik haben wir vor wenigen Tagen schon in unserem Positionspapier für den neuen Bundestag formuliert. Mit der aktuellen Handreichung suchen wir nun aktiv den Dialog mit den Kommunen“, so Prof. Dr.-Ing. Thomas Wimmer, Vorstandsvorsitzender der BVL.

Grundsätzlich sollten Wirtschafts- und Lieferverkehre die gleiche Berücksichtigung erfahren wie der ÖPNV, da beide zur Daseinsvorsorge zählten, so das Manual. Dabei empfehle es sich, schnell und mutig noch mehr Vorhaben im Rahmen von Pilotprojekten umzusetzen und auch schrittweise in der Reife voranzutreiben. Kommunen könnten hierfür entsprechende Räume und Initiativen schaffen und innovative Initiativen aus der Logistik, dem Handel und der Wirtschaft vor Ort fördern.

„Gemeinsam können alle Akteure dem Leitbild einer Stadt des 21. Jahrhunderts als einem lebenswerten und nachhaltigen Ort des Zusammenlebens näherkommen. Effiziente urbane Logistik ermöglicht einen lebendigen stationären Einzelhandel, vielfältige Freizeiterlebnisse sowie die schnelle Versorgung von Geschäfts- und Endkunden mit Waren aus aller Welt. Von einer nachhaltigen Strategie für die Logistik im urbanen Raum können auch andere innerstädtisch erbrachte Dienstleistungen profitieren – von technischen Services bis zum Pflegedienst. Die technologischen Voraussetzungen sind geschaffen – nun gilt es, Pilotprojekte mutig und gemeinsam umzusetzen“, so Dr. Christian Jacobi, Geschäftsführender Gesellschafter der agiplan GmbH sowie Vorstand und Sprecher des Themenkreises Urbane Logistik bei der BVL.

Sofern Erfahrungswerte aus anderen Standorten bereits vorliegen, lassen sich gute Lösungen übertragen. Die Politik sollte die Förderungen sowie deren Modalitäten weiter ausbauen und so anpassen, dass sie leicht und zügig in Anspruch genommen werden können. Von den Städten werden ganzheitliche und nachhaltige Konzepte einer zukunftsfähigen Logistik und Mobilität erwartet. Das erfordere Kompetenzen, Ressourcen und Freiräume, die es zu nutzen bzw. zu schaffen gelte.

Urbane Logistik findet in allen Verkehrsformen statt und ist nicht von der Größe eines Unternehmens abhängig – auch das einzelne Handelsgeschäft erhält Ware aus einem Container aus Übersee. Dabei kommt eine Vielzahl verschiedenartiger Fahrzeuge zum Einsatz - vom Lastenrad über Sprinter und Kleinfahrzeuge für die Belieferung des Handels und des Handwerks bis hin zum Lkw im Verkehr zwischen Industrie, Standorten oder Baustellen.

Das Manual Urbane Logistik steht auf der Website des Themenkreises zum Download bereit. Direkt zum PDF geht es unter www.bvl.de/urbanelogistik.

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