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LEVC: E-Lieferwagen kommt später, dafür als Line-Up

Der seit Anfang Februar amtierende CEO Jörg Hofmann will für größere Verbreitung sorgen, bei neuen Fahrdiensten, weniger im reinen Taxi-Geschäft. Elektrischer Lieferwagen verschoben, dafür will man ein ganzes Line-Up auffahren.

So nicht: Das ursprünglich angedachte Konzept eine Hybrid-Lieferwagens wird nochmal überarbeitet und kommt später. | Foto: LEVC
So nicht: Das ursprünglich angedachte Konzept eine Hybrid-Lieferwagens wird nochmal überarbeitet und kommt später. | Foto: LEVC
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Johannes Reichel

Der britisch-chinesische Taxi-Hersteller LEVC (London Electric Vehicle Company) hat den Start seines ursprünglich schon für dieses Jahr angekündigten kleinen Lieferwagens mit Hybrid-Antrieb verschoben. Dieser solle jetzt in den frühen 2020er-Jahren auf den Markt kommen, heißt es in einer Pressemitteilung. Man wolle das Konzept überarbeiten und enger mit der chinesischen Mutter Geely zusammenarbeiten. Zudem soll ein nahtloses Line-Up von dediziert elektrisch angetriebenen leichten Nutzfahrzeugen entstehen, die in der ganzen Welt vertrieben würde, so das Unternehmen weiter. Damit will man einerseits die Auswahl für den Kunden verbreitern, andererseits die Kosten für Entwicklung und Produktion senken. Schließlich schätzt der seit Februar amtierende neue CEO Jörg Hofmann wie auch schon sein Vorgänger Chris Gubbey das Potenzial elektrisch angetriebener Vans hoch ein und prognostiziert starkes Wachstum. Bis zu 10.000 Exemplare traut der Manager der Marke in Europa vertrieblich zu. KEP-Dienste seien zum Umstieg auf alternative Antriebe früher oder später gezwungen, glaubt der Ex-Audi-Mann.

Neue Mobilitätsdienste im Blick

Zudem will er mit der Marke LEVC und ihrem Taxi-Modell TX auch auf dem Festland verstärkt Fuß fassen, allerdings weniger im klassischen Taxi-Geschäft, sondern mehr bei neuen Mobilitätsdiensten wie etwa Clever Shuttle oder ioki, erklärte der Manager gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Im deutschen Taxi-Markt etwa Fuß zu fassen, sei "brutal" und der Aufwand stehe in keinem Verhältnis zum Umsatz, den Hofmann, ein früherer Audi-Vertriebsmanager für möglich hält. Mehr verspricht sich der Vertriebsexperte von neuen Anbietern, die ohne Taxi-Schild und Taxameter unterwegs seien und Fahrten per App bündelten. Bisher fahren in Deutschland etwa 200 von den hybrid angetriebenen Fahrzeugen, die bis zu sechs Passagieren Platz bieten und auch barrierefrei nutzbar sind. 

Brexit-Puffer: Zwei Monate ohne Lieferungen möglich

Starten soll die umfangreichere Expansion allerdings erst im nächsten Jahr. Zuvor will sich der Anbieter laut SZ noch um die internen Kosten kümmern und die Abläufe in der Produktion effizienter machen. Diese sei bisher allenfalls für die 2019 geplanten 2.500, nicht aber für 15.000 Fahrzeuge ausgelegt. Hauptmarkt bleibt weiterhin Großbritannien, wobei der ein noch immer nicht ausgeschlossener ungeordneter Brexit die Hybrid-Cabs um 20 bis 30 Prozent verteuern würde, so Hofmann. Man habe zudem die Lager mit Puffer bis zu zwei Monaten aufgestockt, sofern es mit Teilen zu Lieferengpässen kommen sollte.

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