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Lkw-Kartell: BGL bereitet zweite Klagewelle vor

Große Rückmeldung auf die Klageverfahren animiert den Verband zur Verlängerung der Registrierung für Geschädigte. US-Kanzlei Hausfeld übernimmt rechtliche Vertretung.
Abgekartet: Der BGL geht für seine Mitglieder und andere Transportunternehmen weiter gegen das Lkw-Kartell vor. Absprachen sollen auch auf Messen wie der IAA getroffen worden sein. | Foto: VDA
Abgekartet: Der BGL geht für seine Mitglieder und andere Transportunternehmen weiter gegen das Lkw-Kartell vor. Absprachen sollen auch auf Messen wie der IAA getroffen worden sein. | Foto: VDA
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Johannes Reichel

Aufgrund der großen Resonanz, die die erste Klagewelle im Rahmen des Lkw-Kartells gefunden hat, können sich Käufer von Lkw auch weiterhin für die Schadensersatzklage registrieren lassen. Das teilte der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung im Rahmen seiner Jahreshauptversammlung in Frankfurt a. Main mit. Financialright bereitet insofern zusammen mit dem BGL ein weiteres Sammelverfahren für eine zweite Klage Ende 2018 vor. Bei dieser können zwar Ansprüche aus der Zeit vor 2003 aus Verjährungsgründen nicht mehr berücksichtigt werden – sollte das Gericht jedoch ein Nachwirken des Kartells feststellen, können auch Schadensersatzansprüche für nach Januar 2011 gekaufte Lkw geltend gemacht werden, so der Verband. Der BGL hatte im Frühjahr 2017 gemeinsam mit seinen Landesverbänden eine "Initiative zur Durchsetzung der Zahlungsansprüche gegen das Lkw-Kartell" angestoßen. Diesem gehörten von 1997 bis Januar 2011 nach den Feststellungen der Europäischen Kommission alle namhaften europäischen Hersteller schwerer Lkw an.

Die laut BGL kosten- und risikolose Durchsetzung der Schadensersatzansprüche davon betroffener Transportunternehmen und Spediteure wird vom Rechtsdienstleister financialright claims GmbH organisiert, die auf Kartellverfahren spezialisierte Kanzlei Hausfeld Rechtsanwälte LLP übernimmt die rechtliche Vertretung. "Aufgrund der Erfahrung in anderen Fällen ist es konservativ geschätzt wahrscheinlich, dass unter der Berücksichtigung geschuldeter Zinsen netto mindestens 10 Prozent des gezahlten Lkw-Kaufpreises bzw. der gezahlten Leasingraten rückzahlbar sind, wobei der im Lkw-Kartell tatsächlich eingetretene Schaden derzeit noch von einem Wettbewerbsökonomen näher bestimmt wird", skizzierte der Verband.

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