Lkw-Maut: Stückgutkosten sollen um fast zwei Prozent steigen

Die Stückgutkooperation IDS befürchtet deutliche Kostensteigerungen durch die Ausweitung der Maut auf Bundesstraßen und kleinere Lkw.
Wegen der Mautausweitung könnten die Kosten für Stückgut um bis zu 1,9 Prozent steigen. | Foto: IDS
Wegen der Mautausweitung könnten die Kosten für Stückgut um bis zu 1,9 Prozent steigen. | Foto: IDS
Tobias Schweikl

Insbesondere die Ausweitung der Mautpflicht auf Lkw ab 7,5 Tonnen ab dem 1. Oktober 2015 soll sich in Stückgutsystemen spürbar auf die Transportkosten auswirken. Zu diesem Ergebnis kommt die IDS Logistik GmbH in einer internen Kostensimulation. Die Kosten für Stückgut könnten um bis zu 1,9 Prozent steigen. Das Unternehmen will versuchen, die Kostensteigerung an die Verlader weiter zu geben.
Bislang war im Stückguttransport nur der Hauptlauf von der Maut betroffen. Dort fallen aber nur durchschnittlich 20 bis 25 Prozent der gesamten Stückgutkosten an. Künftig würden auch die typischen Nahverkehrsfahrzeuge, Solofahrzeuge bis zu 11,9 Tonnen, bemautet. Somit unterliege auch der mit circa 40 Prozent größte Kostenblock der Mautpflicht.
IDS hat für die Untersuchung die Fahrstrecken ihrer 2.800 Nahverkehrstouren analysiert. Diese werden zu zwei Drittel mit Euro-5-Fahrzeugen gefahren. Durchschnittlich verlaufen die Nahverkehrstouren zu 52 Prozent auf mautpflichtigen Strecken. In einigen Regionen wird auf 75 Prozent der Straßen Maut erhoben. Mautumgehungsverkehre ließen sich aufgrund von Arbeits- und Lenkzeitvorschriften nicht einrichten, so IDS.
Im Nahverkehrsfuhrpark der Stückgutkooperation betragen die durchschnittlichen Mautkosten laut IDS für alle Fahrzeugtypen 125 Euro je Tour und Monat.

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