LogiMAT 2014: Die Pflicht und nicht die Kür

Wie und mit welchen Hilfsmitteln Verlader ihr Transportgut sichern können, führten Experten im Dialog mit den Fachbesuchern auf der Intralogistikmesse LogiMAT 2014 vor.
Redaktion (allg.)

Kundenorientierung – in der Distributions- und Transportlogistik nicht nur eine Frage der fehlerfreien Kommissionierung und termingerechten Auslieferung. Auch die Unversehrtheit der Waren, mithin der sichere Transport, zählen zu den Key Performance Indicators (KPI), den wichtigen Kennzahlen für die Leistungsqualität. Wichtige Basis dafür: die richtige Sicherung der Ladung. Auf der LogiMAT 2014 zeigten Sigurd Ehringer von SE-LogCon, Wolfgang Hein vom Europäischen Kompetenzzentrum Ladungssicherung (3G) und Christian Schmid vom Weiterbildungsunternehmen Schmid Lkw, worauf es dabei an kommt. „Ein erster Einblick, wobei wir im Dialog mit den Fachbesuchern konkrete Lösungsansätze für ihre Anforderungen zeigen“, erklärt Ehringer. VDI-zertifizierter Ausbilder für Ladungssicherung. „Ladungssicherung ist, mit Blick auf die vielen Richtlinien, Normen und gesetzlichen Regelungen, eine äußerst komplexe Materie. Mit dem richtigen Grundwissen lassen sich jedoch viele Fehler auf einfache Art vermeiden.“ Im Mittelpunkt der diesjährigen Vorführungen: Verpackungstests auf schiefer Ebene, Plagiate bei Gurten, Vorspann- und Reibkräfte. „Durchweg wichtige Faktoren für die Ladungssicherung“, so Ehringer. So erhöht etwa eine besenreine Ladefläche die Reibkräfte in Fahrtrichtung und reduziert die erforderlichen Ladungssicherungsmaßnahmen um bis zu 30 Prozent. Vorgeschrieben sind 80 Prozent des Ladungsgewichtes. „Insbesondere durch Langhebelratschen lässt sich die Reibkraft zusätzlich erhöhen“, erläutert Ehringer. „Obwohl wir hier nicht von der Kür, sondern der Pflicht sprechen, sind vielen Verladern diese Zusammenhänge jedoch nicht klar. Das muss sich ändern.“ Autor: Rainer Barck

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