LogiMAT 2016: Intralogistik auf dem Weg ins digitale Zeitalter

Mehr Automatisierung, mehr Digitalisierung – die beherrschenden Themen der Messe LogiMAT sind in diesem Jahr Industrie 4.0, das Internet der Dinge und der Boom im E-Commerce. Die Aussteller liefern clevere Lösungen.
Die Vernetzung von Materialfluss und IT ist das zentrale Thema der Intralogistikmesse LogiMAT 2016. | Foto: Nicolas Maack
Die Vernetzung von Materialfluss und IT ist das zentrale Thema der Intralogistikmesse LogiMAT 2016. | Foto: Nicolas Maack
Tobias Schweikl

Am heutigen Dienstag hat Messechef Peter Kazander die LogiMAT 2016 eröffnet. Die 14. Internationale Fachmesse für Distribution, Material- und InformationsflussUnter steht unter dem Motto „Innovativ agieren – Wandel gestalten“ und ist so groß wie nie. Rund 1.200 internationale Austeller zeigen auf dem Stuttgarter Messegelände ihr Leistungsspektrum für effiziente Prozesse beim innerbetrieblichen Umschlag und Transport sowie bei der Datenerfassung, -verarbeitung und Prozessteuerung im Lager. Damit untermauert die Messe ihre Stellung als größte jährlich stattfindende Intralogistikmesse in Europa.
Die vorgestellten Lösungsangebote sollen die Wege aufzeigen, wie Unternehmen ihre intralogistischen Prozesse optimieren können, um innovativ handeln und künftigen Wandel in der Intralogistik einbinden zu können. Erstmals hat der Veranstalter in diesem Jahr das komplette Messegelände gebucht. Die LogiMAT belegt alle acht Hallen des Stuttgarter Messegeländes und damit insgesamt 95.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Das entspricht einem Zuwachs von rund zwölf Prozent zum Vorjahr. „Dank der optimalen Lage und Architektur des Messegeländes steht die LogiMAT 2016 dennoch für einen effizienten Messebesuch“, erklärt der Messechef Peter Kazander, Geschäftsführer der Euroexpo Messe- und Kongress-GmbH. „Mit der kompakten Anordnung und inhaltlich klaren Strukturierung der Hallen, die die Besucher gezielt zu den einzelnen Ausstellungsschwerpunkten führen, bleibt die LogiMAT die Informationsplattform der kurzen Wege.“ [pagebreak]
Die Zukunft fordert laut Kazander zunehmend wandelbare und flexible Systeme. Und das nicht nur von Unternehmen sondern auch vom Technologie- und Logistikstandort Deutschland insgesamt. Entsprechend adressieren zahlreiche Aussteller quer durch alle Branchensegmente ausdrücklich die Megatrends Industrie 4.0 und Internet der Dinge. „Die beiden Megatrends sind neben dem E-Commerce die wesentlichen Treiber für die Handlungsfelder und Lösungsentwicklungen in der Intralogistik“, urteilt Kazander. „Sie sind als Zukunftsprojekte ausgewiesen und werden noch einige Entwicklungszyklen prägen.“ Die LogiMAT gilt aber nicht nur als Trendbarometer ins Sachen Industrie 4.0 und Vernetzung. „Sie ist vor allem auch eine Informations- und Kontaktplattform für die Kundenpflege sowie eine wichtige Arbeitsmesse“, erklärt Kazander. „Viele Fachbesucher kommen mit konkreten Investitionsvorhaben nach Stuttgart – und profitieren von einem vollständigen Überblick über alle aktuelle Entwicklungen für effiziente Intralogistik.“
Ergänzt wird die LogiMAT wieder durch ein Rahmenprogramm mit 30 Fachforen und drei Live-Events direkt in den Hallen. Auf den ausgewiesenen Podiums- und Sonderflächen diskutieren Fachreferenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien die aktuellen Trends in der Intralogistik, ordnen Technologien ein und zeigen dem Fachpublikum Hintergründe und Perspektiven auf. Unterstützt wird die Veranstaltung von führenden Fachinstituten wie dem Industrieverband AIM Deutschland, dem Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik (fml) der TU München, der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Lörrach (DHBW), dem Institut für Fördertechnik und Logistik der Universität Stuttgart (IFT), dem Institut für Distributions- und Handelslogistik (IDH) des VVL e.V., dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML), dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), dem Intralogistik-Netzwerk in Baden-Württemberg e.V. (I.N.) oder dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI).
Mit Einbindung der Handelsplattform TradeWorld in die LogiMAT befasst sich ein eigener Ausstellungsbereich in Halle 6 auch mit aktuellen Trends und Herausforderungen im Omnichannel-Handel. Das Themenspektrum reicht von „Payment im Digital Commerce“ und „Urbane Logistik – Trends und Projekte auf der letzten Meile“ über die Darstellung von Praxiserfahrungen beim „Softwareeinsatz für Omnichannel“ bis hin zu „Fulfillment – Fit fürs Auslandsgeschäft im E-Commerce“ und der Fragestellung „Retail 4.0 – Ist die Logistik fit für die Trends des digitalen Handels?“.

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