LogiMAT 2020: FTS-Zukunft mit 35 Jahren Erfahrung

Neben einer Live-Vorführung von zwei unterschiedlichen Fahrerlosen Transportfahrzeugen in enger Zusammenarbeit zeigt DS Automotion auch unterschiedlichste Fahrerlose Transportsysteme.

In Fahrerlosen Transportsystemen können unterschiedliche Fahrzeuge zusammenarbeiten. So bringt beim Kunststoffmaschinenhersteller Engel ein fahrerloser Hochhubstapler die Werkstücke zu den Bearbeitungszentren und ein Kleinlasten-FTF die Werkzeuge. | Bild: DS Automotion
In Fahrerlosen Transportsystemen können unterschiedliche Fahrzeuge zusammenarbeiten. So bringt beim Kunststoffmaschinenhersteller Engel ein fahrerloser Hochhubstapler die Werkstücke zu den Bearbeitungszentren und ein Kleinlasten-FTF die Werkzeuge. | Bild: DS Automotion
Tobias Schweikl

Spurgeführte und frei navigierende Fahrerloser Transportsysteme (FTS) stehen im Mittelpunkt des Messeauftritts des FTS-Spezialisten DS Automotion. Auf der LogiMAT 2020 (10. bis 12. März, Stuttgart) zeigt das Unternehmen neben einer Live-Vorführung auch in digitaler Form sein gesamtes Angebot.

Mit dem Fokus auf vier Kernbranchen Automotive, Intralogistik, Agriculture und Krankenhäuser hat DS Automotion in den vergangenen 35 Jahren nach eigenen Aussagen über 6.000 Fahrzeuge entwickelt und implementiert.

„Im wachsenden Markt der Intralogistik-Anwendungen lösen Unterfahr-Fahrzeuge vermehrt andere Beförderungstechnologien ab“, berichtet der für diesen Anwendungsbereich verantwortliche Ansprechpartner Roland Hieslmair. „Zugleich ist ein starker Trend zur Standardisierung der Fahrzeuge erkennbar, dem wir mit Seriengeräten für alle populären Transportaufgaben begegnen.“

Auf der LogiMAT in Aktion sind beispielsweise der fahrerlose Hochhub-Stapler „AMADEUS“ mit ToF-Kamera für den 3D Objektschutz und das Unterfahr-Fahrzeug „OSCAR Omni“, das über ein Fahrwerk mit vier gelenkten Rädern für volle Beweglichkeit verfügt. Die beiden Fahrzeuge sollen auf der Messe Hand in Hand an einer Transportaufgabe arbeiten und so den Einsatz unterschiedlicher Fahrzeuge innerhalb eines Systems demonstrieren.

„Ab Mitte 2020 wird das Leitsystem DS NAVIOS mit der Schnittstelle VDA 5050 verfügbar sein, mit der Fahrerlose Transportsysteme und Steuerungssoftware herstellerunabhängig miteinander kommunizieren können“, sagt Wolfgang Holl, Bereichsleiter Technik und Entwicklung bei DS Automotion.

Die überarbeitete Software im Fahrzeug selbst soll dann ein autonomes konturbasiertes Navigieren einschließlich der Berücksichtigung von Hindernissen ermöglichen, so das Unternehmen.

Innovatiov dank Kooperationen

„Mit starken, innovativen Partnern wie der SSI Schäfer Gruppe an der Seite sind wir in der Lage, der steigenden Nachfrage nach agilen Systemen in der Intralogistik Rechnung zu tragen“, erklärt DI Manfred Hummenberger, Geschäftsführer bei DS Automotion über die 2018 geschlossene Partnerschaft.

Eine aktuelle Kooperation mit dem Systemintegrator Identytec soll die Intralogistikprozesse von Kunden in der produzierenden Industrie verändern.

„Hierfür wird das Bestellsystem mit dem FTS von DS Automotion verbunden, um sämtliche manuellen Bestell- und Belieferungsprozesse zu eliminieren. Das System erkennt, ob echter Bedarf vorliegt und sorgt dann vollautomatisch für die Nachversorgung,“ erklärt Ing. Wolfgang Hillinger, ebenfalls Geschäftsführer bei DS Automotion. Erste gemeinsame Projekte seien bereits in Planung.

Die Ansprechpartner der Bereiche Automotive, Intralogistics und Agriculture sind in Halle 2, Stand D04 zu finden. Die gemeinsame Lösung mit Identytec wird in Halle 1, Stand A65 präsentiert. Über aktuelle Entwicklungen informieren zudem Vorträge von Christoph Pramberger, Requirements Engineer, und Karl Rapp, Bereichsleitung Vertrieb, Produktmanagement und Marketing bei DS Automotion im Rahmenprogramm der LogiMAT 2020.

Halle 2, Stand D04
Halle 1, Stand A65

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