LogiMAT 2022: Smarte Großflächenklammer bei Kaup

Der Stapleranbaugeräte-Spezialist Kaup zeigt seine Großflächenklammer mit lastabhängiger Klammerkraft erstmals auf einer Messe. Das System ist bereits verfügbar.

Tobias Schweikl

Bei der Kaup GmbH & Co. KG (Kaup) steht die offizielle Weltpremiere von „Smart Load Control“-Systems (SLC) auf dem Messeprogramm. Der Stapleranbaugeräte-Profi nutzt die LogiMAT 2022 (31. Mai bis 2. Juni, Messe Stuttgart), um das System, das lastabhängig die Klammerkraft bei Großflächenklammern regelt, erstmals auf einer Messe vorzustellen.

„Nachdem wir die schon lange geplante Weltneuheit aus den bekannten Gründen bisher nicht vorstellen konnten, haben wir uns dazu entschieden, das neuartige System auf der diesjährigen LogiMAT formell zu präsentieren“, sagt Geschäftsführer Holger Kaup. „Denn SLC verändert das Handling mit Großflächenklammern grundlegend und das sollte unsere Branche erfahren.“

Ziel von „Smart Load Control“ ist es, dass stets nur so viel Klammerkraft auf die Ladung einwirkt, wie tatsächlich nötig ist. Das System orientiert sich dabei am anliegenden Gewicht und nicht an den Abmessungen der Ladung. Dafür sind weder eine vorherige Definition der Klammerkraft noch ein Eingriff des Staplerfahrenden nötig. SLC ermittelt zu Beginn jedes Transportvorgangs automatisch das zu transportierende Gewicht und passt die nötige Klammerkraft – den Druck – auf das Gewicht an. Neben dem beschädigungsfreien Handling der Ware soll das zudem höhere Öffnungs- und Schließgeschwindigkeiten sowie Energieeinsparungen von bis zu 30 Prozent ermöglichen.

SLC funktioniert autonom und ohne Eingriff in das Staplerhydrauliksystem. Es benötigt nur eine Stromversorgung und arbeitet ansonsten in sich geschlossen. Das System protokolliert zudem den verwendeten Klammerdruck für jeden Transportvorgang.

Auch seine Großflächenklammern hat Kaup überarbeitet. Bei der Modellreihe T414B habe man nun mehr Stabilität, Geschwindigkeit, Sicht, Nachhaltigkeit und Langlebigkeit sowie Service- und Wartungsfreundlichkeit erreicht. Neu ist die Armanbindung – also die Verbindung von Druckrahmen und Schlitten. Auch der modular aufgebaute Druckrahmen selbst wurde neu gestaltet. Er ist jetzt kompakter und setzt sich aus weniger Einzelteilen zusammen.

Integraler Bestandteil der überarbeiteten Druckplatten ist der neue, besonders abriebfeste Belag. Er besteht aus Rillenprofilgummi, der direkt auf die Trägerplatte aufvulkanisiert wird. Bei einseitiger Abnutzung des Belags muss dieser nicht mehr komplett getauscht werden. Ein Seitenwechsel der Klammerarme inklusive einer 180-Grad-Drehung verlängert die Lebensdauer. Ebenfalls verlängernd wirken zusätzliche Verschleißpads an der Unterseite der Druckplatte. Sie schonen die Armunterseite und können nach Abnutzung ausgetauscht werden. Für eine bessere Sicht verbaut das Unternehmen in den aktuellen Großflächenklammern mehr feste Rohrleitungen als beim Vorgänger.

Die Klammerarme der Kaup-Geräteklammern verfügen zudem von Haus aus über eine definierte Vorspannung und einen voreingestellten Sturz. Damit Vorspannung und Sturz noch besser auf das jeweilige Transportgut angepasst werden können, bietet der Hersteller für die aktuellste Generation zwei optionale Zusatzausstattungen zum Einstellen dieser Faktoren. Sie erlauben die unabhängige Einstellung von Sturz und Vorspannung vor Ort. Einfaches Werkzeug genügt.

Halle 10, Stand F05

Printer Friendly, PDF & Email