LogiMAT 2024: Warensendungen weltweit in Echtzeit verfolgen

Der IT-Spezialist Setlog zeigt Lösungen zur Digitalisierung der Lieferkette. Die cloudbasierte SCM-Software OSCA DC (Digital Core) etwa bringt mehr Transparenz in die Lieferkette. Neu ist auch eine Kooperation mit Shippeo.

Mit der Plattform des neuen Kooperationspartners Shippeo können Kunden von Setlog ihre Warensendungen weltweit in Echtzeit verfolgen. | Bild: Dominik Luckmann / unsplash
Mit der Plattform des neuen Kooperationspartners Shippeo können Kunden von Setlog ihre Warensendungen weltweit in Echtzeit verfolgen. | Bild: Dominik Luckmann / unsplash
Tobias Schweikl

Den steigenden Kundenanforderungen in Punkto Geschwindigkeit will der IT-Spezialist Setlog auf der LogiMAT 2024 (19. – 21. März, Messe Stuttgart) mit seiner weiterentwickelten SCM-Software „OSCA DC“ (Digital Core) nachgehen. Die Software bringe laut Setlog inzwischen auch Visibilität bis zu Tier-8 und mehr.

„Vertreter der Konsumgüter- und Fashion-Branche können so bis zum Erzeuger von Baumwolle oder Holz vordringen“, erläutert Setlog-Vorstand Ralf Düster.

OSCA steht für „Online Supply Chain Accelerator” und hat fünf Hauptfunktionalitäten: Purchase Order Management, Global Logistics, Quality Control, Supplier Relationship Management (SRM) sowie Corporate Social Responsibility (CSR). Das cloudbasierte Tool soll mehr Transparenz in die Lieferkette bringen und auch Verwaltung, Zusammenarbeit und Kommunikation verbessern.

In wenigen Wochen einsetzbar

Die aktuelle Softwareversion sei besonders schnell zu implementieren. Je nach Anforderung seien laut Anbieter neben der Installationsphase für Schnittstellen und weltweite Partneranbindungen nur sieben bis elf Wochen nötig. Von den zügigen Inbetriebnahmen profitierten zuletzt Unternehmen wie beispielsweise Wenko, Simplicity, Fynch-Hatton und Luqom.

Möglich seien die kurzen Zeiten zwischen Vertragsunterzeichnung und Inbetriebnahme, weil Prozesse der Unternehmen an Best-Practice-Beispiele von OSCA angepasst wurden – und nicht umgekehrt. So sparen sich die Firmen zeit- und kostenintensive, kundenspezifische Anpassungen.

„Die Leistungen unseres Teams sind vor allem deshalb so beeindruckend, weil bei den Hochgeschwindigkeits-Implementierungen alle Lieferanten, Prüflabore, Spediteure und Partner miteinbezogen waren“, so Ralf Düster.

Die Lösung ist inzwischen bei mehr als 150 Marken weltweit im Einsatz. Der Vorteil: Nutzer lösen mit den Modulen Medienbrüche und Silos auf. Durch standardisierte API-Schnittstellen können Daten zwischen ERP, TMS, LVS und anderen Systemen der verschiedenen Partner mithilfe von OSCA ohne Redundanzen und doppelte Pflege ausgetauscht werden.

Kooperation mit Shippeo

Setlog kooperiert seit Kurzem auch mit den Transportverfolgungsexperten von Shippeo aus Paris. Kunden können so das Modul „Real Time Transportation Visibility“ nutzen und in Echtzeit ihre Transporte verfolgen. Außerdem erhalten sie Informationen zu geschätzter und tatsächlicher Ankunftszeit ihrer Sendungen (Estimated Time of Arrival, ETA, und Actual Time of Arrival, ATA). Bei einer Lieferverzögerung aufgrund einer Lieferkettenunterbrechung wird umgehend eine Warnung ausgelöst.

„Echtzeitverfolgung von Waren und eine möglichst genaue Vorhersage der Ankunftszeit sind für die Besten der Besten im globalen Handel unabdingbar“, so Düster weiter.

Neben dem Haushaltswarenspezialisten Wenko nutzt laut Setlog auch der E-Commerce-Riese Amazon die Lösung von Shippeo. Das Shippeo-Tool kann über eine Schnittstelle (API) in wenigen Schritten vollständig und ohne Medienbruch in die OSCA SCM-Lösung integriert werden. Unternehmen haben damit laut Anbieter Zugriff auf 90 Prozent aller Seefrachtschiffe und können Container in Echtzeit und bis auf SKU-Ebene verfolgen. Verlader können damit weiterhin mit ihren Spediteuren, Kontraktlogistikern und anderen Partnern zusammenarbeiten und müssen nicht ihre Dienstleister wechseln.

Halle 8, Stand 8D57