LogiMAT.digital: Nachhaltiger packen mit Wellpappe aus Graspapier

Mit einer Palettenabdeckung aus nachwachsenden Rohstoffen gestaltet der Verbindungselemente-Spezialist Reyher seine Transportverpackungen nachhaltiger.

Reyher-Geschäftsführer Klaus-Dieter Schmidt (li.) und Matthias Hebrok, Geschäftsführer Cartoflex zeigen die neuen GreenCor-Palettenabdeckungen
Reyher-Geschäftsführer Klaus-Dieter Schmidt (li.) und Matthias Hebrok, Geschäftsführer Cartoflex zeigen die neuen GreenCor-Palettenabdeckungen
Tobias Schweikl
(erschienen bei LOGISTIK HEUTE von Sandra Lehmann)

Der Verbindungselemente-Händler Reyher nutzt zur Abdeckung seiner Paletten seit Kurzem Wellpappe, die zu 30 Prozent aus Graspapier besteht. Das gab das Hamburger Unternehmen auf der Plattform LogiMAT.digital bekannt. Das Produkt „GreenCor“ des Lüneburger Herstellers Cartoflex bestehe neben Graspapier zu 70 Prozent aus recycelter Wellpappe. Das Material für die Graspallets kommt nach Cartoflex-Angaben aus Schleswig-Holstein und wird durch heimische Bauern auf Gras- und Ausgleichsflächen gewonnen. Diese müssen aufgrund der fortschreitenden Bodenversiegelung geschaffen werden. Die Flächen dürfen nur extensiv bewirtschaftet und müssen zweimal pro Jahr gemäht werden. Wegen der Länge und starken Verholzung eignet sich das geerntete Gras nicht als Futtermittel, so dass keine Konkurrenz zur Tiernahrung bestehe.

Gegenüber der Frischfasererzeugung oder Recylingfasergewinnung finden laut Reyher bei der Gewinnung der Grasfasern zudem nur mechanische Prozesse statt. Auf diese Weise lasse sich der Verbrauch von Wasser und Energie in der Produktion deutlich reduzieren. Auch der Einsatz von Chemikalien könne drastisch reduziert werden. Allergiegefahr bestehe trotz des hohen Grasanteils aufgrund des speziellen Produktionsverfahrens unter Einsatz von hohem Druck und Hochtemperaturen nicht.

„Die Firma Cartoflex beliefert uns bereits seit vielen Jahren zuverlässig mit qualitativ hochwertigem Verpackungsmaterial“, sagt Klaus-Dieter-Schmidt, Geschäftsführer von Reyher. „Wir freuen uns, dank dieser innovativen Entwicklung zukünftig einen zusätzlichen Beitrag leisten zu können, um wertvolle Ressourcen einzusparen und den Einsatz von Chemikalien zu reduzieren.“

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