LogiMAT/TradeWorld: Sonderausstellung von LOGISTRA zeigt alternative Zustellfahrzeuge

Im Rahmen des LOGISTRA City Check präsentieren sich auf der TradeWorld alternative Zustellfahrzeuge für die Belieferung der Letzten Meile - vom Lastenrad bis zum Elektro-Laster.
Die ganze Bandbreite alternativer Zustellfahrzeuge: Vom Lastenrad über Erdgasantrieb bis hin zu reinen Elektrofahrzeugen versammelt LOGISTRA Lösungen auf der Trade World. | Foto: LOGISTRA
Die ganze Bandbreite alternativer Zustellfahrzeuge: Vom Lastenrad über Erdgasantrieb bis hin zu reinen Elektrofahrzeugen versammelt LOGISTRA Lösungen auf der Trade World. | Foto: LOGISTRA
Johannes Reichel

Mit einer Sonderausstellung alternativer Zustellfahrzeuge widmet sich die Zeitschrift LOGISTRA auf der TradeWorld im Rahmen der LogiMAT in Stuttgart (8.-10. März 2016) dem Thema Belieferung auf der "Letzten Meile". Die Fahrzeuge, über deren Einsatz zum Teil schon im Rahmen der 2015 gestarteten Praxis-Serie "LOGISTRA City Check" berichtet wurde, zeigen die Bandbreite schon heute verfügbarer Fahrzeugalternativen für den Lieferverkehr auf.

Am oberen Ende der Skala bewegt sich ein 18-Tonnen-Lkw des schweizer Kleinserienherstellers E-Force auf Plattform des Iveco Stralis, der vollelektrisch angetrieben wird und in der Lebensmittelbelieferung etwa bei Meyer Logistik im Einsatz ist. Dazwischen reiht sich ein ein Fuso Canter Eco Hybrid mit Diesel-Elektro-Antrieb ein, mit dem Transporteur Hansetrans in Bremen Möbelbelieferung für Ikea leistet. Iveco wartet mit einer Erdgas-Version des Daily auf, die extrem niedrige Geräusch- und Abgasemissionen verursacht und unter anderem von einem UPS-Subunternehmer im Ruhrgebiet eingesetzt wird. UPS setzt darüber hinaus mit einer vollelektrischen Version seines Zustellfahrzeugs auf Basis des Mercedes Vario Akzente, der von Spezialanbieter EFA-S aus Kirchheim/Teck aus alten Vario-Modellen auf Elektroantrieb umgerüstet respektive "upcycled" wird. Darüber hinaus zeigt der US-Paketdienst ein dreispuriges Lastenrad aus seinem Pilotprojekt in Hamburg City, bei dem die Belieferung mit einem Mikrodepot, bestehend aus einer Wechselbrücke kombiniert wird.

Die KEP-Konkurrenz von DPD zeigt seinen Vorschlag zur nachhaltigen Distribution, einen vom schwäbischen Herstellerkonsortium Elena unter Beteiligung der Huber Group und des Fraunhofer IPA auf Hybrid-Antrieb umgerüsteten Mercedes Sprinter, der dank einer Reichweite von 50 km die Letzte Meile auch rein elektrisch bewältigen kann. Hermes fährt zur Zeit einen Feldtest mit einem vollelektrischen Sprinter mit Kofferaufbau, der in Berlin City ausliefert und von German E-Cars umgerüstet wurde und präsentiert dieses Einzelstück ebenfalls auf derMesse. GO! Express erprobt derzeit in Berlin und in Stuttgart den innerstädtischen Einsatz einspuriger, elektrisch unterstützter Lastenräder, ebenfalls in Kombination mit innenstädtischen Zwischenlagern und zeigt eines dieser Räder des dänischen Herstellers Larry vs. Harry vom Typ Bullitt.

Ein größeres Kaliber von Lastenrad bringt das Tübinger Same-Day-Delivery-Start-Up Velocarrier mit: Das dreispurige Lastenrad Typ Musketier vom schwäbischen Hersteller Radkutsche verfügt über einen geräumigen, palettentauglichen Kofferaufbau, 250 Kilogramm Tragfähigkeit und ebenfalls elektrischer Unterstützung. Elektro-Roller-Spezialist Govecs zeigt seine Lösung eines E-Scooter, der mit großer Box versehen etwa für die Belieferung von Pizza und Speisen eingesetzt wird. Nicht zuletzt wartet Nissan mit seinem Serienmodell des Kleintransporters eNV200 auf, der vollelektrisch angetrieben über eine Reichweite von 170 km verfügt und bei der Belieferung von Filialen des Hildener Biobäckers Schüren in größerer Stückzahl eingesetzt wird.

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