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Logistik-IT: Systemwechsel in zwei Stunden

Der Dentalspezialist GLS Dental ließ sein in die Jahre gekommenes Hochverfügbarkeitscluster von den Software-Spezialisten Dr. Thomas + Partner prüfen uns austauschen.
Nach eigenen Angaben werden bei GLS-Dental über 1,7 Millionen Teile im Logistikzentrum eingelagert – auf gerade einmal 3.800 Quadratmeter Fläche. | Foto: Dr. Thomas + Partner
Nach eigenen Angaben werden bei GLS-Dental über 1,7 Millionen Teile im Logistikzentrum eingelagert – auf gerade einmal 3.800 Quadratmeter Fläche. | Foto: Dr. Thomas + Partner
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Tobias Schweikl

Mehr Leistung sowie steigende Markt- und Kundenanforderungen zwingen Betreiber von Lager- und Distributionszentren dazu, neben einem modernen Warehouse-Management-System und aktueller Fördertechnik, auch die Leistung der eingesetzten Hard- und Software im Blick zu haben. Kommen Server und Massenspeichersysteme ins Alter, steigen die Wartungskosten und Ausfallrisiko stark an.
GLS-Dental aus Kassel ließ daher ihr in die Jahre gekommenes Hochverfügbarkeits-Cluster vom Software-Spezialisten Dr. Thomas + Partner (TUP) prüfen und an nur einem Wochenende komplett austauschen.
Die Anforderungen an das neue System waren hoch. Zum einen sollte genügend Speicherplatz zur Archivierung der Datensätze aus dem Lagerverwaltungssystem zur Verfügung stehen, zum anderen mussten genügend Reserven für die Migration der 32-Bit-Laufzeitumgebung auf eine 64-Bit-Java-Umgebung bereitgestellt werden.
Hinzu kamen der Wechsel des alten Solaris-10-Clusters auf die neue Betriebssystemversion Solaris 11.3 sowie das Upgrade der Oracle Datenbank auf das Release 12c. Dabei handelt es sich um ein System, welches umfangreiche und komplexe Datenmengen organisieren kann. „Die Herausforderung war zweifelsohne die reibungslose und ausfallsichere Migration auf die neue Hardware. Das schließt den kundenspezifischen DNS- und DHCP-Server, die Datenbank, die TUP-Anwendung und die Anbindung der heterogenen Thin-Client-Infrastruktur mit ein“, so Oliver Chimbo, Projektleiter bei TUP.
Ausgiebig getestet
Um die reibungslose Systemmigration zu garantieren, setzt TUP auf umfassende Testszenarien, die einen Probebetrieb der neuen Hardware auf dem TUP-Campus voraussetzt. Die Migration der Daten und der TUP-Anwendungen vom alten auf das neue System konnten dort so getestet werden, dass die Montage und Migration beim Kunden störungsfrei ablief. Die eigentliche Migration der WMS- und MFR- sowie der zugehörigen Archivdaten dauerte lediglich zwei Stunden. Nach einer fünftägigen Stabilisierungsphase wurde das produktive System von GLS-Dental abgenommen. Von der Beauftragung bis zur Abnahme vergingen drei Monate und 19 Tage.
GLS nutzt auch das Warehouse-Management-System und die Materialflusssteuerung aus dem Hause TUP. „Warum dann nicht auch die Hard- und Softwaremigration“, so Klaus Holtmann, Leitung IT- und Logistikplanung bei GLS. „Jongliert man alleine nur mit den Pick-ins und Pick-outs, müssen wir täglich bis zu 32.000 Artikel verwalten, alles insgesamt auf 33 verschiedene Lagertypen und zudem auf unterschiedliche Kommissionier-Verfahren verteilt – da müssen Hard- und Software nicht nur auf dem neusten Stand sein; auch das Zusammenspiel zwischen Fördertechnik und Logistiksoftware muss hundertprozentig aufeinander abgestimmt sein. Schließlich haben unsere Kunden den Anspruch, störungsfrei beliefert zu werden.“

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