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Logistik-Konjunkturanalyse: Es läuft nicht so gut

Die Geschäftslage im deutschen Transportlogistikgewerbe hat sich im 1. Quartal 2018 laut einer Untersuchung des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung e.V. (BGL) verschlechtert.
Die Unternehmen der Transport- und Logistikbranche bewerten ihre Geschäftslage im 1. Quartal 2018 eher skeptisch. | Foto: HUSS Verlag
Die Unternehmen der Transport- und Logistikbranche bewerten ihre Geschäftslage im 1. Quartal 2018 eher skeptisch. | Foto: HUSS Verlag
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Tobias Schweikl

Der Geschäftslagesaldo – also der Durchschnitt aus Umsatz- und Betriebsergebnis – fiel gegenüber dem Vorquartal. Gleichzeitig sind die Kosten gestiegen. Wenig oder keine Veränderung gab es bei Umsatz, Auslastung und Fuhrparkkapazität. Das ist das Ergebnis der jetzt veröffentlichten Konjunkturanalyse des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung e.V. (BGL) für das 1. Quartal 2018. Den Erhebungen zufolge fiel der Geschäftslagesaldo gegenüber dem Vorquartal um 6,5 Prozentpunkte. Die Prognosen für das auf das Berichtsquartal folgende Halbjahr bezeichnete der BGL in seiner Konjunkturanalyse allerdings als „saisonbedingt zum Teil recht optimistisch“.

Die Umfrage, an der 292 von 508 befragten Unternehmen, also 57,5 Prozent, teilnahmen, ergab auch, dass sich die Zahl der Betriebe, die ihre Kapazitäten im Fuhrpark reduzierten die Wage hielt mit der Zahl derer, die ihre Kapazitäten erhöhten. Dagegen sprachen etwas mehr Unternehmen von sinkenden als von steigenden Umsätzen. Bei der Frage nach dem Betriebsergebnis fielen die Antworten deutlicher aus: 23,5 Prozent der Befragten werteten das Ergebnis als schlecht, nur 14 Prozent als gut.

Die Auslastung der Fahrzeuge sank bei etwas mehr Betrieben – 19,5 Prozent – als sie stieg – 17 Prozent. Mit 18 Prozent lag der Anteil der Unternehmen, die ihr Fahrpersonal reduzierten deutlich über den 13,5 Prozent, die zusätzliche Fahrer einstellten.

Der seit Mitte 2016 zu beobachtende Kostenanstieg setzt sich auch zu Beginn des Jahres 2018 weiter fort. 61 Prozent der befragten Firmen kämpften im 1. Quartal mit einem Anstieg der Gesamtkosten. Für ihr Personal mussten 55 Prozent mehr Geld ausgeben, bei 41,5 Prozent stiegen die Fahrzeugkosten und für 60,5 Prozent wurde der Treibstoff teurer. Der mit 71 Prozent weit überwiegende Teil der Unternehmen geht davon aus, dass diese Entwicklung auch 2. und 3. Quartal des Jahres so weitergehen wird.

Als positiv wertet der BGL, dass nur jeder elfte Betrieb mit einer gesunkenen Zahlungsmoral seiner Kunden konfrontiert war.

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