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Logistik: Nur acht Prozent mit digitalisierter Supply Chain

Aktuelle Studie von Hermes unter 200 Entscheidern sieht große Lücken in Sachen Digitalisierung. Hermes: Die Logistik ist alles andere als ein Vorreiter. Neben Kostensenkung hat Optimierung der Lagerbestände Priorität.
Voll digital: Auch Hermes unterstützt mit seinem Analysetool SCAN Unternehmen dabei, die Supply Chain zu optimieren und zu digitalisieren. | Foto: Hermes
Voll digital: Auch Hermes unterstützt mit seinem Analysetool SCAN Unternehmen dabei, die Supply Chain zu optimieren und zu digitalisieren. | Foto: Hermes
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Johannes Reichel

Entgegen der Annahme, die Logistikbranche sei ein Vorreiter der Digitalisierung in Deutschland, sieht das aktuelle "Barometer" des KEP-Logistikers Hermes Germany große Lücken bei dem Thema. So verfügten nur acht Prozent der befragten Unternehmen über eine digitalisierte Supply Chain. Im Rahmen der Studie befragte der Dienstleister 200 Logistikentscheider deutscher Unternehmen zum Thema „Trends im Supply Chain Management“. Laut Hermes-Barometer hätten weitere 19 Prozent mit der Umsetzung eines Transformationsprogramms begonnen. 42 Prozent der befragten Unternehmen stünden aber ganz am Anfang. Sie gaben an, gerade erst das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Digitalisierung geschaffen zu haben. Von einer Digitalstrategie, die knapp ein Drittel der Unternehmen bereits entwickelt hat, seien sie noch weit entfernt, so das Urteil der Studienautoren.

46 Prozent der Befragten wollen künftig beim Management ihrer Supply Chain die Dienste von Logistikdienstleistern in Anspruch nehmen. Knapp die Hälfte (47 Prozent) aller befragten Logistikentscheider gab darüber hinaus an, bei der Auswahl von Logistikdienstleistern zunehmend auf deren Expertise im Hinblick auf die Digitalisierung von Lieferketten zu achten. „Das zeigt, wie stark Knowhow gefragt ist. Gleichzeitig ist es schon etwas überraschend, wie viele Unternehmen noch unsicher sind, was die digitale Transformierung ihrer Supply Chain angeht“, kommentiert Jan Bierewirtz, Division Manager Commercial bei Hermes Germany.


Selbstlernende Systeme im Trend

Andere Studien würden belegen, dass vielen Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen von Cloud- und IoT-Technologien unklar ist, führt der Logistikdienstleister weiter aus. Auch Logistikentscheider messen diesen Technologien eine untergeordnete Bedeutung bei. Lediglich für rund ein Drittel der Befragten sind Cloud-Anwendungen und IoT-fähige Maschinen wichtig. Von größter Bedeutung für die Befragten seien hingegen selbstlernende Systeme (46 Prozent), um beispielsweise Bestellvorgänge automatisch auszulösen. Gefolgt von mobilen Anwendungen z.B. für die innerbetriebliche Logistik (43 Prozent) sowie der Blockchain-Technologie zur Optimierung des Daten-Handlings und der Prozessoptimierung (40 Prozent). „Hier gilt es, den Unternehmen aufzuzeigen, welches Potential Cloud- und IoT-Technologie für ihre Supply Chain bieten“, analysiert Bierewirtz. „Um langfristig erfolgreich zu sein, führt kein Weg an dieser Technik vorbei“, prognostiziert er.

Priorität:Kostensenkung und Optimierung der Lagerbestände

Ein zentraler Trend im Supply Chain Management ist nach wie vor der Wunsch nach Kostensenkung sowie Lean Management-Ansätzen. Für 81 Prozent der Logistikentscheider haben sie die größte Bedeutung. Es folgen die Optimierung der Lagerbestände durch ein effektives Bestandsmanagement (78 Prozent) sowie die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Partnerunternehmen (Kollaboration), das für 71 Prozent der Logistikentscheider von großer Bedeutung ist. „Natürlich sind die Reduktion von Komplexität und Kosten vorrangige Ziele eines erfolgreichen Supply Chain Managements. Kostenersparnis und ein verringerter Bedarf an liquiden Mitteln würden Raum schaffen für zusätzliche Investitionen und weitere Optimierungen“, erklärt Bierewirtz.

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