MAN eTGM: Erster Elektro-Verteiler für Spedition Metzger

Mit einem MAN eTGM 26.360 startet die Metzger Spedition ab sofort elektrifizierte Touren in der regionalen Sammel- und Stückgutlogistik und will zügig weitere E-Trucks nachlegen.

Erster Stromer: Die Spedition Metzger sieht den eTGM als perfekte Wahl für regionale Verteilerverkehre und die Klimaschutzbemühungen des Unternehmens. | Foto: MAN
Erster Stromer: Die Spedition Metzger sieht den eTGM als perfekte Wahl für regionale Verteilerverkehre und die Klimaschutzbemühungen des Unternehmens. | Foto: MAN
Johannes Reichel

Der Münchener Lkw-Hersteller MAN treibt die Elektrifizierung der Modellpalette voran und hat jetzt einen weiteren des seit 2019 in Kleinserie gefertigten Verteiler-Lkw vom Typ eTMG an eine Spedition übergeben. Das Fahrer soll beim mittelständischen Unternehmen Metzger im Baden-Württembergischen Neu-Kupfer regionale Sammel- und Stückgutverkehre übernehmen.

„Er passt bei uns perfekt ins Profil, weshalb wir uns wahnsinnig freuen, heute diesen ersten vollelektrischen Lkw in unsere Flotte aufzunehmen", erklärte Johannes Metzger, CEO Metzger Spedition GmbH, bei der Übergabe des MAN eTGM am 15. Juni.

Das Ziel sei klar gewesen, den eTGM genau gleich einzusetzen wie einen entsprechenden Diesel-Lkw. Fahrer Peter Kobald wird mit dem 26-Tonner mit Wechselbrückenaufbau zukünftig in den Landkreisen Hohenlohe und Schwäbisch Hall unterwegs sein und soll zwei Touren pro Tag absolvieren. Nicht vergleichbar sei dagegen das positive und komfortable Fahrgefühl, wie auch Stefan Wiegand, Head of Transportation & Fleet bei Metzger und früher selbst Fahrer, bestätigte.

Lokales Klimaschutzengagement mit den Kommunen

Mit dem Einsatz des E-Trucks bekräftigte die Metzger Spedition außerdem ihr Engagement beim Thema Klimaschutz in der Region, wofür die enge Zusammenarbeit mit den beiden Standort-Gemeinden steht. CEO Johannes Metzger zeigte sich zuversichtlich, dass der MAN eTGM bei Metzger über kurz oder lang nur der erste von vielen Lkw mit alternativem Antrieb sein wird. Als regionales Unternehmen mit einem fest umrissenen Portfolio passe diese Technik nicht nur operativ, sondern auch zu der Firmenkultur im Sinne einer ständigen Weiterentwicklung, meinte Metzger.

Diese will auch Christoph Huber, Geschäftsführer MAN Truck & Bus Deutschland GmbH, der den eTGM übergab sicherstellen. Er verwies auf das jüngst im Werk München eröffnete Kompetenzzentrum Elektromobilität und auf die frühzeitige Vorbereitung der Werkstätten und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ende dieses Jahres könne man bundesweit bereits an 50 Standorten E-Fahrzeuge warten, warb Huber, der den Service als einen essenziellen Punkt bei der Anschaffung eines E-Lkw sieht. 

Elektro-Truck mit elektrischen Nebenaggregaten

Der E-Lkw für den mittleren und schweren Verteilerverkehr lässt sich aufbauseitig als Kühlfahrzeug, mit Wechselbrücke oder Getränkeaufbau konfigurieren. Der eTGM bietet dafür ein zulässiges Gesamtgewicht von 26 Tonnen und wird von einem 264 kW (360 PS, 3.100 Nm) starken Elektromotor angetrieben, mittels Rekuperation der Bremsenergie soll sich die Reichweite von je nach Anwendung und Witterung bis zu 200 Kilometer signifikant verlängern lassen. Die Energie für den Lkw liefern leistungsfähige Lithium-Ionen-Batterien aus dem VW-Konzern, die über der Vorderachse sowie im Fahrzeugrahmen platziert wind. Das Aufladen der Batterien ist mit einer Ladeleistung von 22 oder 44 kW mit Wechselstrom oder als „High-Power- Charging" mit 150 kW Gleichstrom im CCS-Standard möglich. Der Hersteller verweist zudem auf sein Beratungsangebot mit MAN Transport Solutions zur E-Mobilität sowie auf spezielle Fahrertraining durch MAN ProfiDrive.

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