Mehrwege-Seitenstapler: Induktives Ladesystem für PhoeniX AGV

Der effiziente Einsatz von Automated Guided Vehicles (AGV) ist stark von der Ladetechnologie abhängig. Der Mehrwegespezialist Hubtex setzt daher auf eine Partnerschaft mit Intis.

Das PhoeniX AGV mit induktiver Ladetechnik und Schaltschrank von Intis. | Bild: Hubtex
Das PhoeniX AGV mit induktiver Ladetechnik und Schaltschrank von Intis. | Bild: Hubtex
Tobias Schweikl

Für den voll automatisierten Elektro-Mehrwege-Seitenstapler „PhoeniX AGV“ hat der Hersteller Hubtex Maschinenbau GmbH & Co. KG eine induktive Ladetechnik vorgestellt. Das System wurde gemeinsam mit dem Partner Intis Integrated Infrastructure Solutions GmbH entwickelt. Ladepads am Fahrzeug interagieren dabei automatisch mit Ladeplatten auf dem Boden oder an den Wänden, sobald das Fahrzeug entsprechend positioniert ist.

Das auf das Handling von langen, schweren und sperrigen Gütern spezialisierte AGV kann seine 48-Volt-Lithium-Ionen-Batterie so berührungslos und ohne Kabel mit einem Ladestrom von 400 Ampere laden. Das Konzept sei zudem auf sämtliche Hubtex-Fahrzeuge mit Elektroantrieb übertragbar, heißt es bei dem Unternehmen.

„Gemeinsam mit Intis, als Spezialist für induktive Ladetechnik, setzen wir auf ein vollständig autonomes Gesamtkonzept, das aus unserer Sicht am besten mit einer Kombination aus Lithium-Ionen-Batterien und induktivem Batterieladesystem funktioniert“, so Michael Röbig, Experte für Energiemanagement bei Hubtex.

Stationäres Laden zeige aus Sicht von Hubtex auf lange Sicht Nachteile in puncto Kosten und Platz: Das manuelle Laden stelle die kostentechnisch günstigste Lösung dar, sei aber auch von der Zuverlässigkeit der Mitarbeiter abhängig. Mit einer Wechselbatterie profitierten Anwender von einer kürzeren Verweildauer der Fahrzeuge beim Batteriewechsel, benötigten aber eine entsprechende Wechselinfrastruktur und Personal. Eine automatische Batteriewechselstation könne zwar in vielen Fällen die Anzahl der benötigten Fahrzeuge reduzieren, muss aber auch konstruktiv berücksichtigt werden.

„Die maximale Ladeleistung wurde in der Vergangenheit vor allem mit kabelgebundenen Ladegeräten erzielt“, so Röbig weiter. „Neu sind nun induktive Schnellladesysteme, die aufgrund der hohen Ladeströme eine schnelle Ladezeit und dadurch eine hohe Geräteverfügbarkeit sicherstellen.“

Die kompakte Ladestation sei sinnvoll im jeweiligen Lager oder in der Produktion platzierbar; zum Beispiel könnten produktionsbedingte Wartezeiten zum Laden genutzt werden. Der Anwender könne jederzeit auf Daten wie Kapazität, Status und Ladezeit zugreifen. Induktives Laden sei wartungsfrei, unempfindlich gegenüber Vandalismus und aufgrund der kleineren Lithium-Ionen-Batterien ressourcenschonend. Zudem reduziere es den Aufwand für die Energieversorgung der Ladestationen.

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