Mercedes eSprinter: Nächste Generation trotzt der Kälte

Neuer eSprinter auch unter Extrembedingungen einsatzbereit. Der E-Van soll zudem ab 2. Halbjahr 2023 CO2-neutral produziert werden und auch in Nordamerika starten. Mittelfristig kommt neue Plattform VAN.EA.

Vital in der Kühlkammer: Mercedes-Benz testet den upgedateten eSprinter in Nordschweden - und zieht eine positive Zwischenbilanz. | Foto: Mercedes-Benz
Vital in der Kühlkammer: Mercedes-Benz testet den upgedateten eSprinter in Nordschweden - und zieht eine positive Zwischenbilanz. | Foto: Mercedes-Benz
Johannes Reichel

Der Transporterhersteller Mercedes-Benz Vans hat erste erfolgreiche Kältetests mit der nächsten Generation des eSprinter vermeldet. Schon nach gut der Hälfte des mehrwöchigen Testzeitraums erweise sich das Fahrzeug als voll wintertauglich, selbst in anspruchsvollsten Testzyklen. Die Produktion des E-Vans soll sukzessive starten, angefangen im zweiten Halbjahr 2023 in Charleston (South Carolina, USA), anschließend in Düsseldorf und in Ludwigsfelde, mit einer jeweils CO2-neutralen Produktion. Rund 350 Millionen Euro investiert der Hersteller in die Entwicklung der neuen Elektro-Modelle, in den drei Werken werden jeweils rund 50 Mio. Euro investiert.

Die Anforderungen an die nächste eSprinter Generation seien in Kooperation mit Kunden, so zum Beispiel aus dem KEP-Sektor (Kurier-, Express- und Paketdienst), sowie Aufbauherstellern definiert worden. Mit drei Batterie- und zahlreichen Aufbauvarianten vom Kastenwagen bis hin zum Fahrgestell für Kofferaufbauten soll die nächste Generation neue Kundensegmente erschließen und auch auf Märkten wie den USA und Kanada reüssieren. Die Reichweite werde sich im Vergleich zum aktuellen Modell je nach Konfiguration mehr als verdoppeln, verspricht man.
 

Noch in diesem Jahr kommt der eCitan

Man sei von den ökologischen und ökonomischen Vorteilen batterie-elektrischer Vans überzeugt, heißt es aus Stuttgart. Beim aktuellen Modell können Aufbauhersteller und Kunden unter vier batterie-elektrischen Vans wählen: dem eSprinter, dem eVito Kastenwagen sowie dem eVito Tourer und dem EQV. Für 2022 angekündigt sind zudem der neue eCitan sowie die technisch baugleiche, noblere E-Variante der T-Klasse, die in Kooperation mit Renault und dem neuen Kangoo entstanden.

Mittelfristig hat der Hersteller eine komplett neue E-Van-Plattform angekündigt für die dann dritte Generation E-Vans. Erste Modelle auf der sogenannten VAN.EA sollen ab der Mitte des Jahrzehnts auf den Markt kommen. Bis zum Ende des Jahrzehnts will die Marke mit dem Stern bereit sein, vollelektrisch zu werden, "überall dort, wo es die Marktbedingungen zulassen", wie es einschränkend heißt. Ab 2025 sollen alle neuen Fahrzeug-Architekturen ausschließlich elektrisch sein.

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