Metro Logistics: Größte Solar-Aufdachanlage Deutschlands

Goodman und Baywa r.e. installieren 43.000 Fotovoltaikmodule und 140 Wechselrichter am Dach des von Metro Logistics betriebenen Handelslogistikzentrums in Marl. Kapazität von 18 MWp.

Goodman und Baywa r. e. haben damit begonnen, die größte Rooftop-Fotovoltaikanlage auf dem von Metro Logistics betriebenen Logistikzentrum in Marl zu installieren. (Bild: Goodman)
Goodman und Baywa r. e. haben damit begonnen, die größte Rooftop-Fotovoltaikanlage auf dem von Metro Logistics betriebenen Logistikzentrum in Marl zu installieren. (Bild: Goodman)
Johannes Reichel
(erschienen bei LOGISTIK HEUTE von Gunnar Knüpffer)

Mit 43.000 Fotovoltaikmodulen und einer Kapazität von 18 MWp realisiert Goodman auf dem Dach des von Metro Logistics betriebenen Logistikstandorts Marl die derzeit nach Unternehmensangaben größte Solar-Aufdachanlage in Deutschland. Das Multi-User-Warehouse Marl hat eine Gesamtfläche von circa 235.000 Quadratmetern und war zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme im Jahr 2017 eins der größten Handelslogistikzentren Europas. Nun haben der Eigentümer der Immobilie, Goodman, sowie der Anbieter von Energielösungen, Baywa r.e., damit begonnen, die Rooftop-Fotovoltaikanlage zu installieren.

Auf den Dächern der beiden Gebäudeteile, deren Fläche etwa der von 14 Fußballfeldern entspricht, sollen bis Ende des Jahres 2023 neben den Fotovoltaikmodulen rund 140 Wechselrichter verbaut werden. Es ist geplant, dass ein Teil sechs MWp liefert und ein zweiter Teil zwölf MWp, wobei es sich allein bei Letzterem um die derzeit größte Solar-Aufdachanlage in Deutschland handelt. Metro Logistics wird bevorzugt Solarstrom für den eigenen Bedarf beziehen, der überschüssige Strom soll in das Stromnetz eingespeist werden.

Mit der Fotovoltaikanlage will der Logistikdienstleister seine CO2-Emmissionen senken. Je selbst erzeugter kWh Strom können nach Unternehmensangaben 382 Gramm CO2 weniger emittiert werden. Das bedeute, dass auf das Jahr gerechnet so insgesamt rund 1.100 Tonnen CO2 eingespart werden könnten.

„Außerdem können wir durch unseren Energiemanagementansatz dazu beitragen, den CO2-Fußabdruck unserer Logistikkunden am Standort Marl zu verringern“, sagte Peter Kaleck aus der Betriebsleitung von Metro Logistics in Marl.

„Je nach Sonnenleistung werden wir an fast allen Tagen unseren gesamten eigenen Strombedarf über den auf dem Dach erzeugten Solarstrom decken können“, ergänzte Christian Fieger, Hauptabteilungsleiter Zentrallogistik bei Metro Logistics. „Wir planen derzeit, auch unsere weiteren Logistikstandorte mit Fotovoltaikanlagen auszustatten.“

Dies sei ein wesentlicher Baustein, um Metro Logistics nachhaltiger zu machen.

Um an dem Standort möglichst umweltschonende Prozesse zu realisieren, bezieht das Multi-User-Warehouse zur Kühlung der temperaturgeführten Lagerbereiche Kältesole vom benachbarten Evonik-Chemiepark. So kann Metro Logistics auf eigene Kälteanlagen verzichten, die Ammoniak als Kältemittel verwenden.

Bei der Abwicklung von Containern setzt der Dienstleister auf die Schiene: Das Warehouse Marl ist mit dem Rhein-Ruhr-Terminal Duisburg verbunden, in weniger als einer Stunde erreichen Container ab dem Duisburger Hafen das Logistikzentrum. Dieser kombinierte Güterverkehr reduziert laut Metro Logistics nicht nur den Carbon Footprint, er ist in Zeiten von umkämpftem Frachtraum und verstopften Autobahnen auch eine effiziente Alternative zum Transport per Lkw.

Außerdem ist energiesparende LED-Beleuchtung nicht nur in Marl, sondern in allen Lagerstandorten von Metro Logistics Standard. In den Regalgängen sorgen Bewegungsmelder für zusätzliche Einsparungen.