Meyer QSL: Palettenfotos sparen die Lieferkontrolle

In der Systemgastronomie sorgt die fotografische Dokumentation für Zeitersparnis und spart gemeinsame Kontrolle von Fahrer und Lagermitarbeitern.
Allseits dokumentiert: Paletten werden vor dem Stretchen fotografisch festgehalten. Das spart Zeit und Personal. | Foto: Meyer QSL
Allseits dokumentiert: Paletten werden vor dem Stretchen fotografisch festgehalten. Das spart Zeit und Personal. | Foto: Meyer QSL
Johannes Reichel

Für eine effizientere Anlieferung am Restaurant hat der Logistikdienstleister für die Systemgastronomie Meyer Quick Service Logistics (QSL) einen neuen Prozess vorgestellt: Paletten werden jetzt vor dem Stretchen von allen Seiten fotografiert. Dadurch sparten die Stores die Kontrolle der Lieferung durch ihre Mitarbeiter, wirbt der Anbieter. „Der Arbeitsschritt der gemeinsamen Kontrolle in Anwesenheit des Fahrers fällt damit komplett weg.", skizziert Thorsten Kilgenstein, Director Operations bei QSL. Zudem seien die Stores jetzt zeitlich flexibler beim Verräumen der Ware – und damit auch bei der Einteilung des Personals. QSL nehme Nachfragen zur Vollständigkeit der Lieferung noch bis zu drei Stunden nach Auslieferung entgegen.

Der Prozess laufe einfach ab: Zunächst werden die fertig bestückten Paletten auf der Wickelmaschine vor dem Stretchen um die eigene Achse gedreht und dabei gescannt sowie von allen Seiten fotografiert. Ein Hersteller von Verpackungsmaschinen hat dazu auf konkrete Anforderung eigens für QSL Palettenwickler mit Fotokameras und Scannern ausgerüstet. Die Fotos werden von einer Software der Nummer der Versandeinheit (NVE) zugeordnet und auf einem QSL-Server abgelegt. Im nächsten Schritt werden die Paletten und Rollcontainer wie gewohnt verladen und ausgeliefert. Am Restaurant oder Shop quittiert ein Mitarbeiter dem QSL-Fahrer den Erhalt der Lieferung, ohne mit ihm gemeinsam die erhaltenen Warenarten und die Kartonanzahl zu prüfen. Sollte den Store-Mitarbeitern beim Verräumen auffallen, dass etwas fehlt, könnten sie nachordern. QSL bietet auch weiter das gewohnte Verfahren mit Einzelkontrolle an.

Zeitgleich zur Einführung von Drop & Go hat QSL alle Fahrer mit iPads ausgerüstet. Dadurch falle der Papier-Lieferschein weg. Alle Schritte, vom automatisch erstellten Eintrag zur Ankunftszeit über Temperaturkontrolle und Leergutannahme bis zur elektronischen Empfänger-Unterschrift erledige der Fahrer auf dem Tablet, schildert der Anbieter. Nachdem der Store-Mitarbeiter den Erhalt der Ware quittiert hat, überträgt die Software iPimm den elektronischen Lieferschein direkt zu den Disponenten von QSL und in die Systeme des Kunden. Das spare den Store-Mitarbeitern an mehreren Stellen Arbeit: Der elektronische Lieferschein könne direkt in die Kasse des Stores eingespielt werden und ermöglicht so eine Wareneingangsbuchung ohne Eintippen. Außerdem könne der Beleg elektronisch archiviert und gehandelt werden, was der Buchhaltung Arbeit spart.

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