Mitnahmestapler: ELVIS setzt auf Lancelot

Der Speditionsverbund ELVIS vereinfacht mit einem innovativen Mitnahmestapler die B2C-Belieferung im Baustoff-Sektor.

Mit dem sich selbstverladenden Mitnahmestapler „Lancelot“ können bis zu 6,5 Meter lange und 650 Kilogramm schwere Güter beim privaten Endkunden direkt und unkompliziert abgeladen- und abgeholt werden. | Bild: ELVIS AG
Mit dem sich selbstverladenden Mitnahmestapler „Lancelot“ können bis zu 6,5 Meter lange und 650 Kilogramm schwere Güter beim privaten Endkunden direkt und unkompliziert abgeladen- und abgeholt werden. | Bild: ELVIS AG
Tobias Schweikl

Der E-Commerce-Markt boomt und hat längst auch Geschäftsfelder wie den Baustoff-Sektor erfasst, in denen häufig sperrige und/oder schwere Waren gehandelt werden. Das freut die Händler, stellt die Transportdienstleister jedoch vor Herausforderungen. Denn die Belieferung privater Endkunden (B2C) mit solchen Gütern erfordert zumeist den Einsatz von Spezialfahrzeugen wie Kranaufliegern oder Mitnahmestaplern. Das wiederum wirkt sich oft nachteilig auf die Wirtschaftlichkeit aus, da die Rückfahrt häufig ohne Ladung erfolgt. Dieses Problem löst die Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure AG (ELVIS) nun über den Einsatz sich selbst verladener Mitnahmestapler. Nach einem erfolgreich verlaufenen Pilotprojekt ist das innovative Gerät namens „Lancelot“ ab sofort im ELVIS-Onlineshop erhältlich.

„Der Transport sperriger, schwerer Waren war wegen des benötigten Equipments bisher zumeist spezialisierten Logistikern vorbehalten. Mit ‘Lancelot‘ können solche Transporte nun auch mit gewöhnlichen Planenaufliegern abgewickelt werden“, sagt Jochen Eschborn, Vorstandsvorsitzender der ELVIS AG. Das nur 300 Kilogramm schwere Gerät kann problemlos auf der Ladefläche transportiert werden. Zusätzliche An- oder Umbauten am Auflieger sind nicht erforderlich.

Ausgestattet mit einer Tragkraft von 650 Kilogramm können mit „Lancelot“ bis zu 6,5 Meter lange Güter verladen und bewegt werden. Diese Leistung reicht aus, um das Gros der betreffenden Transporte abzudecken. Das wiederum versetzt Spediteure aber auch Transportnetzwerke für Teilladungen in die Lage, ihr Portfolio um ebendiesen Bereich zu erweitern, ohne die üblicherweise damit einhergehenden Investitionsrisiken eingehen zu müssen. Denn gegenüber den hinten am Auflieger mitgeführten Staplern kostet die ELVIS-Variante vergleichsweise wenig.

Darüber hinaus sind die Geräte nicht fahrzeuggebunden und damit flexibel einsetzbar. Denn die Stapler werden dann zusammen mit der Ladung auf der Ladefläche transportiert. Den Höhenunterschied zwischen Boden und Ladefläche überwindet das Gerät ohne weitere Hilfsmittel, indem es sich mittels seiner eigenen Gabeln hinablässt, beziehungsweise hinaufzieht.

Dank seiner langen Gabelzinken können beim privaten Endkunden selbst sperrige Güter wie Markisen und Schwimmbadabdeckungen sicher seitlich entladen werden. „Diese Form des Be- und Entladens hilft im Übrigen, die Schadensquote nachhaltig zu senken“, berichtet Eschborn. Ein weiterer Pluspunkt: „Lancelot“ darf ohne Staplerschein betrieben werden.

Printer Friendly, PDF & Email