Mitnahmestapler-Netzwerk: Sievert Logistik tritt LogCoop bei

Der Logistikdienstleister schließt sich im Juni dem B2B/B2C Mitnahmestapler Netzwerk der LogCoop an.

Seit Juni gehört Sievert Logistik zu LogCoop. Foto: Sievert Logistik SE
Seit Juni gehört Sievert Logistik zu LogCoop. Foto: Sievert Logistik SE
Johannes Reichel
(erschienen bei Transport von Daniela Kohnen)

Die aus dem westfälischen Lengerich stammende Sievert Logistik SE ist seit Juni Mitglied des Mitnahmestapler Netzwerks von LogCoop, teilte der Logistiker Anfang September mit. Mit der Kooperation habe man auf das geänderte Kaufverhalten der Endverbraucher reagiert, die immer unhandlichere Waren per Lieferung bis direkt vor die eigene Haustür bestellen würden.

Damit wickelt der Logistiker den Transport von langen Rohren, sperrigen Zaunteilen oder großen Spielplatzgeräten nun gemeinsam mit sieben Partnerunternehmen über ein gemeinsames Hub-and-Spoke-System ab. Rui Macedo, CEO der Sievert Logistik SE:

„Durch unser Engagement tragen wir den sich ändernden Warenströmen Rechnung und können unseren Kunden ab sofort noch komplexere Logistiklösungen anbieten.“

Insgesamt verfügt LogCoop über 450 Lkw inklusive Mitnahmestapler und 20.000 Quadratmeter Lagerfläche an insgesamt zehn Standorten in Deutschland. Kunden des Logistikdienstleisters profitierten dadurch von kürzeren Lieferzeiten und einer besseren Servicequalität, so Sievert Logistik.

Laut Macedo sei diese Entscheidung die Folge einer bereits länger andauernden Entwicklung, da sich Full Load Trucks kaum noch rechneten. Man investiere deshalb seit Jahren in Mitnahmetechnik wie Kräne oder 4-Wege-Stapler und gehe nun einen weiteren Schritt. Beim Logistiker erwartet man dadurch laut eigenen Angaben die Generierung von neuen Kundenaufträgen.

Langfristig will sich das Logistikunternehmen von dem Fokus auf den osteuropäischen Markt lösen und stärker in den Bereich E-Commerce-Fulfillment vordringen, hieß es. Dazu biete das Netzwerk eine gute Basis. Zudem sorge die Mitgliedschaft für neue Partnerschaften.

Kern der Logistikkooperation ist der strategisch günstig liegende Zentralhub bei Erfurt. Fast täglich machen sich an den Netzwerkstandorten der acht Mitglieder Sendungen in Richtung Thüringen auf den Weg, die dort umgeschlagen oder zwischengelagert werden. Auf dem Rückweg nimmt jeder Lkw für seine Heimatregion bestimmte Waren der anderen Partner mit. Leerfahrten könnten dadurch vermeiden werden.

Die Kunden würden über das zentrale Track &Trace-System des Netzwerks über den Status ihrer Sendungen informiert. Das Stückgut, das bis zu sieben Meter lang und 2,5 Tonnen schwer sein darf, wird anschließend bis an den jeweiligen Verwendungsort transportiert. Dafür sind die Zustellfahrzeuge mit einem Mitnahmestapler ausgerüstet.

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