Mosolf forciert Osteuropa und Russland

Mosolf will seine Position im West-Ost-Verkehr ausbauen, auf den Langstrecken die Schienenlogistik forcieren und für die Importe aus Übersee die Präsenz in den Seehäfen verstärken.
Redaktion (allg.)
Der auf die Automobilindustrie spezialisierte Dienstleister reagiert damit auf die veränderten Bedürfnisse seiner wachsenden Klientel in Ländern wie der Tschechischen Republik, Polen, Ungarn und den GUS. Als Ergänzung zum Standort Emden hat Mosolf bereits im polnischen Seehafen Gdingen ein Terminal errichtet, an welchem Importe aus Fernost abgefertigt werden. Eine ähnliche Anlage wird in Zeebrügge folgen. Dort betreibt das Unternehmen schon seit Jahren einen Seehafenbetrieb für die Abfertigung von kleineren Schiffen mit Ziel- und Quellorten in England, Spanien oder Skandinavien. Um in Zukunft auch für Importe aus Japan, China und Indien gerüstet zu sein, errichtet die Mosolf-Gruppe in Zeebrügge ein trimodales Terminal mit einer Jahreskapazität von 250.000 Fahrzeugen. Die Fertigstellung der Anlage ist für das Jahr 2009 geplant. Für die internationalen Gütertransporten auf der Schiene sollen bis im Jahr 2010 rund 500 moderne Bahnwaggons in den Mosolf-Farben operieren, und zwar im gesamten Netzwerk der Mosolf-Gruppe, das sich von Spanien, den Benelux-Häfen und Frankreich über Deutschland, Italien, Polen, die Tschechische Republik und die Slowakei bis nach Russland spannt. Die neuen Bahnwaggons weisen mit 33,5 Tonnen ein um etwa 30 Prozent erhöhtes Ladungsgewicht gegenüber herkömmlichen Waggons auf und können somit 16 Pkw oder 12 große Geländewagen aufnehmen. Ein Ganzzug mit 20 Doppelstockwaggons befördert auf diese Weise jeweils zwischen 220 und 300 Automobilen.
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