Nachhaltiger Materialfluss: Pneuhage-Kunden testen grüne Staplerreifen

Ausgewählte Kunden des Reifenhändlers Pneuhage fahren seit einigen Wochen grüne Staplerreifen. Trotz der auffallenden Farbe ist der Vollgummireifen nicht-kreidend.

Die ersten Praxistests mit den neu entwickelten grünen Ultimate Green XT G2 Staplerreifen von Hersteller GRI sind angelaufen. | Bild: Pneuhage
Die ersten Praxistests mit den neu entwickelten grünen Ultimate Green XT G2 Staplerreifen von Hersteller GRI sind angelaufen. | Bild: Pneuhage
Tobias Schweikl

Vergangenes Jahr präsentierte der Reifenhersteller GRI aus Sri Lanka einen sowohl optisch als auch inhaltlich grünen Staplerreifen. Der „ULTIMATE Green XT G2“ besteht zu 42,8 Prozent aus nachhaltigen Materialien wie reinen Naturkautschuk, wiederverwertetem Gummi aus Altreifen, Kieselsäure und recyceltem Russ. Seit einigen Wochen ist er bei Kunden der Pneuhage Gruppe in einigen Profilvarianten und Dimensionen im Praxistest. Der Reifenhändler ist seit 2012 exklusiver Vertriebspartner.

Der Vollgummi‐Staplerreifen mit der auffälligen Farbe ist nicht-kreidend und soll durch die Reduzierung des Rohstoffverbrauchs und den Einsatz recycelter Materialien nachhaltiger sein. Zusätzlich zielen Optimierungen beim Rollwiderstand darauf ab, den Energieverbrauch zu senken.

„Bisher gibt es dafür weiße oder beige Reifen. Aber auch das Grün hinterlässt keine Spuren“, erklärt Ralf Köhler, Produktverkaufsleiter Industriereifen bei Pneuhage.

Im Gegensatz zu schwarzen Reifen enthält die Laufflächenmischung keinen Ruß. Stattdessen wird hoch dispergierbare Kieselsäure verwendet. Diese soll für geringeren Abrieb als auch verbesserte Nasshaftung auf feuchten Böden sorgen. Auch soll der Reifen kühler laufen. Laut Hersteller GRI wird nur in der Mittel‐ und Basisschicht des Reifens Ruß verwendet. Dafür greife man aber weitestgehend auf recycelte Materialien zurück.