Nachhaltiger Nahverkehr: Continental entwickelt Konzeptreifen

Beim Konzeptreifen „Conti Urban“ des Reifenherstellers Continental erhöht sich der Anteil recycelter und nachwachsender Materialien nach Runderneuerung auf über 90 Prozent.

Der Anteil nachwachsender und recycelter Materialien im Conti Urban liegt bei knapp 50 Prozent und kann nach einmaliger Runderneuerung auf mehr als 90 Prozent steigen. | Bild: Continental
Der Anteil nachwachsender und recycelter Materialien im Conti Urban liegt bei knapp 50 Prozent und kann nach einmaliger Runderneuerung auf mehr als 90 Prozent steigen. | Bild: Continental
Tobias Schweikl

Im Rahmen der IAA TRANSPORTATION in Hannover zeigt der Reifenhersteller Continental unter anderem den Konzeptreifen „Conti Urban“, der speziell auf den elektrifizierten Bus- und Lieferverkehr der Zukunft ausgelegt wurde. Der Anteil nachwachsender und recycelter Materialien in dem Prototyp liege bei knapp 50 Prozent, so Continental. Nach einmaliger Runderneuerung steige dieser Anteil auf mehr als 90 Prozent. Zudem wurde der Konzeptreifen geräuschoptimiert.

„Auf der IAA Transportation zeigen wir, welchen Beitrag wir mit unseren Nutzfahrzeugreifen zu mehr Nachhaltigkeit im Nah- und Fernverkehr leisten können. An Continental führt kein Weg vorbei, wenn es um die effiziente und nachhaltige Mobilität der Zukunft geht“, so Klaus Kreipe, der das Erstausrüstungsgeschäfts des Reifenbereichs von Continental in der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) leitet.

Der Reifen hat bereits eine Straßenzulassung und soll zeitnah in eine Erprobungsphase mit Kunden überführt werden. Alle eingesetzten Materialien hätten das Potential, zeitnah in der Serienproduktion eingesetzt zu werden.

Der Laufstreifen des Conti Urban, also der Teil des Reifens mit direkter Verbindung zur Straße, enthält zu 68 Prozent nachwachsende Materialien. Dazu gehören Rapsöl und Silikat, das aus der Asche von Reishülsen gewonnen wird, sowie verantwortungsvoll beschaffter Naturkautschuk. Dieser stammt aus einem gemeinsamen Entwicklungsprojekt von Continental und der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ).

Der im Laufstreifen verarbeitete verantwortungsvoll beschaffte Naturkautschuk stammt zu 100 Prozent aus diesem Projekt. Neben wiederaufbereitetem Stahl und Ruß hat Continental zudem sogenanntes Reclaim-Material beim Reifenbau eingesetzt. Hauptsächlich stammt dieses recycelte Gummi aus Continentals Runderneuerungs- und Recyclingwerk für Lkw-Reifen in Hannover-Stöcken.

Premiere feierte zudem ein Reifen-Prototyp von Continental, dessen Eigenschaften speziell für einen neuartigen Anhänger mit vollelektrischer Antriebsachse ausgelegt wurden. Continental ist exklusiver Entwicklungspartner für dieses innovative Trailer-Konzept der Firma Trailer Dynamics, das darauf abzielt, Lkw-Zugmaschinen durch einen Batterie-elektrisch angetriebenen Anhänger zu hybridisieren und so deren CO2-Ausstoß zu senken.

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