Neste begrüßt Beschluss des Kabinetts zu HVO100

Bald auch in Deutschland? Noch fehlt die endgültige Zustimmung des Bundesrats, doch der Weg für HVO100 ist nun frei.

Neste verarbeitet Abfälle, Reststoffe und innovative Rohstoffe zu erneuerbaren Kraftstoffen und nachhaltigen Rohstoffen für Kunststoffe und andere Materialien. Bild: Neste
Neste verarbeitet Abfälle, Reststoffe und innovative Rohstoffe zu erneuerbaren Kraftstoffen und nachhaltigen Rohstoffen für Kunststoffe und andere Materialien. Bild: Neste
Johannes Reichel
(erschienen bei Transport von Nadine Bradl)

Die vom Bundeskabinett beschlossene Zulassung des uneingeschränkten Verkaufs paraffinischer Dieselkraftstoffe nach DIN EN 15940 in Deutschland vom 22. November 2023 ist nach Ansicht von Neste ein bedeutender Schritt zur dringend erforderlichen Defossilierung des Verkehrssektors, die eine Nutzung aller verfügbaren Lösungen erforderlich macht. Bisher sei die Nutzung von 100 Prozent erneuerbarem Diesel (HVO 100), wie Neste MY Renewable Diesel, hierzulande nur in Anwendungen abseits der Straße sowie im öffentlichen Nahverkehr möglich.

Die Entscheidung des Bundeskabinetts ebne den Weg für die uneingeschränkte Zulassung von Neste MY Renewable Diesel im deutschen Markt. Damit wird der Verkauf und die Nutzung ohne Einschränkungen voraussichtlich ab dem Frühjahr 2024 möglich. Deutschland folgt damit auf andere EU-Länder wie Belgien, die Niederlande, Finnland oder Schweden, in denen der Verkauf von erneuerbarem Diesel an öffentlichen Tankstellen längst zugelassen ist.

„Wir freuen uns, dass nun auch das Bundeskabinett beschlossen hat, den Verkauf von 100 Prozent erneuerbarem Diesel wie Neste MY Renewable Diesel in Deutschland ohne Einschränkungen zuzulassen. Neben dem öffentlichen Nahverkehr haben damit auch Betreiber privatwirtschaftlicher Fahrzeugflotten sowie Privatpersonen die Möglichkeit, die Treibhausgasemissionen ihrer Dieselfahrzeuge unmittelbar zu senken", sagt Katja Wodjereck, Executive Vice President, der Geschäftseinheit Renewable Products bei Neste. 

Bundesrat muss noch zustimmen

Gekoppelt ist die Zulassung an die Neufassung des Gesetzes über die Beschaffung sauberer Straßenfahrzeuge und die EU-Verordnung über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFIR). Zur Verabschiedung des Gesetzes bedarf es noch der Zustimmung des Bundesrates. Ein branchenübergreifendes Bündnis führender Verbände und Unternehmen der Verkehrs- und Kraftstoffindustrie hatte Anfang des Jahres die Zulassung des Kraftstoffs gefordert. 

„Wir setzen nun darauf, dass auch die Vertretung der Bundesländer im Bundesrat die Dringlichkeit der Zulassung erneuerbarer Kraftstoffe in Deutschland anerkennt und den vorliegenden Beschluss des Kabinetts mehrheitlich unterstützen wird”, so Katja Wodjereck.

Durch die Nutzung von Neste MY Renewable Diesel könnten die Treibhausgasemissionen (THG oder CO2e) über den Lebenszyklus des Kraftstoffs um bis zu 90 Prozent im Vergleich zu fossilem Diesel reduziert werden. Neste MY Renewable Diesel wird zu 100 Prozent aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt und ist vollständig kompatibel mit allen Dieselmotoren und der bestehenden Verteilungsinfrastruktur für Kraftstoffe – von der Raffinerie bis zur Tankstelle. Der Kraftstoff kann ungemischt in Reinform eingesetzt werden, ohne dass Anpassungen an den Dieselfahrzeugen oder -motoren erforderlich sind. Annähernd alle Fahrzeug- und Motorenhersteller haben die von ihnen produzierten Dieselmotoren für erneuerbaren Diesel freigegeben.