Neue russische Zollunion

Russlands westliche Außengrenze verschiebt sich ab 1. Juli 2010 nach Weißrussland.
Redaktion (allg.)
Durch die Anfang 2010 erfolgte Etablierung einer neuen Zollunion zwischen Weißrussland, Russland und Kasachstan ändern sich kurzfristig auch die Abfertigungsmodalitäten mit diesen Ländern nachhaltig. Nach Mitteilung des in Hamburg ansässigen russischen Logistikdienstleisters Gardarika GmbH hat der in Angriff genommene Abbau aller Handelsschranken zwischen diesen drei Staaten zur Folge, dass hierdurch die gesamte Zollabfertigung zukünftig an der Außengrenze der Zollunion erfolgen wird. Insbesondere Weißrussland bekommt ab 1. Juli 2010 als neue Außengrenze für den Güterverkehr zwischen Westeuropa und Russland einen völlig neuen Stellenwert. Anschließend soll am 1. Juli 2011 auch die Zollgrenze zwischen Russland und Kasachstan fallen. Um westeuropäischen Transporteuren und Verladern Zollprobleme in Russland und Wartezeiten an den Grenzen zu ersparen, bietet die mit Hauptsitz in St. Petersburg ansässige Gardarika-Gruppe laut Deutschland-Geschäftsführer Vladimir Papkov in Zusammenarbeit mit ihrem weißrussischen Kooperationspartner Beltamogservice nunmehr an achtzehn verschiedenen Grenzzollstellen eine elektronische Zolldatenvoranmeldung an. Und zwar für Transporte von und nach Weißrussland beziehungsweise im Transit durch Weißrussland nach Russland und Kasachstan.