Neue Strategie bei Beumer: Software wird wichtiger

Beim Systemanbieter Beumer haben Dr. Christoph Beumer und der neue CEO Rudolf Hausladen die künftige Ausrichtung des Unternehmens vorgestellt: Der Fokus liegt weiter auf der Qualität der Anlagen, die Bedeutung der Software nimmt aber zu.

v.l.n.r.: Dr. Christoph Beumer, Rudolf Hausladen und Regina Schnathmann beim Mediameeting der Beumer Group. (Foto: Beumer)
v.l.n.r.: Dr. Christoph Beumer, Rudolf Hausladen und Regina Schnathmann beim Mediameeting der Beumer Group. (Foto: Beumer)
Tobias Schweikl
(erschienen bei LOGISTIK HEUTE von Sandra Lehmann)

Im Juni 2022 gab die Beckumer Beumer Group einen Wechsel an der Spitze des Maschinenbauers und Intralogistikspezialisten bekannt. Dr. Christoph Beumer, der den Familienbetrieb mehr als 20 Jahre geführt hat und Ende des Jahres in den Beirat wechselt, hat seinen Posten als CEO an Rudolf Hausladen übergeben. Welche Bedeutung die Personalie für die zukünftige Ausrichtung der Beumer Group hat und welche Ziele Hausladen innerhalb seiner neuen Position erreichen möchte, erklärten der neue CEO sowie Christoph Beumer im Rahmen eines weltweiten digitalen Mediameetings am 3. August. Zudem gaben die beiden Manager Antworten auf die Fragen: Wie ist die Marktsituation in den einzelnen Branchen? Welche Strategien hat die Beumer Group und an welchen Entwicklungen und Innovationen arbeitet der Systemanbieter aktuell?

Nachhaltig investieren

Unter der Leitung von Dr. Christoph Beumer hat sich das Unternehmen nach Eigenangaben von einem deutschen Maschinenbauunternehmen zu einem internationalen Systemanbieter und Anlagenbauer entwickelt. Dabei liege der Fokus immer auf dem Primat der Qualität, um dem Kunden die bestmöglichen Lösungen für sein Geschäft zur Verfügung zu stellen. Mit inzwischen über 5.000 Mitarbeitern, die die Beumer Kultur weltweit repräsentieren, betrage das Geschäftsvolumen gut 1,1 Milliarden Euro. Langfristige und weitsichtige Entscheidungen, wie zum Beispiel antizyklische Akquisitionen, haben das Geschäft Dr. Christoph Beumer zufolge nachhaltig positiv beeinflusst. Dazu gehöre auch die Übernahme der FAM Magdeburg. Damit erweitert die Beumer Group ihr Portfolio in der Schüttguttechnologie.

Diese Vorgehensweise möchte Rudolf Hausladen beibehalten und den von Dr. Christoph Beumer eingeschlagenen Weg weitergehen, wie er der Presse gegenüber sagte:

„Ich möchte das Unternehmen in gleicher Tradition und dem Geist der Beumer Familie weiterführen. Erfolgreich sind wir nur mit einem tiefen Verständnis des Geschäftes und der Prozesse unserer Kunden", ist Hausladen überzeugt. „Das ist der Schlüssel, um ihre Herausforderungen zu verstehen und die besten Lösungen dafür bieten zu können."

Dieses Wissen möchte Hausladen nutzen und auch das digitale Angebot der Beumer Group strategisch auf die stets wachsenden Marktanforderungen ausrichten. Die Kunden sollen von klaren Mehrwerten durch smarte Softwarelösungen profitieren. Ziel sei es, bestmögliche Ergebnisse bei der Optimierung der Kundenprozesse etwa im E-Commerce, im KEP-Bereich, in der Fördertechnik oder auch bei der Gepäcksortierung in Flughäfen zu erreichen. Dabei spiele Data Analytics eine immer größere Rolle, um weitere Informationen in Echtzeit zu generieren.

„Der Bedarf an Softwarelösungen in der Intralogistik ist immens und wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen“, ergänzte Hausladen.

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